Heute schon der zweite Eintrag…

Manchmal hört bzw. liest man zwei Wochen nichts von mir, doch zurzeit komme ich ja mit meinen Berichten kaum hinterher….

Nach den Regengüssen von gestern ließen wir die Wäscheständer auch über Nacht auf der Terrasse stehen, denn wir hatten die Hoffnung, dass sie heute morgen wenigstens nicht mehr tropfen… und so weckte mich Norbert nach seiner Ankunft auf Arbeit um 6:20 Uhr mit dem Telefon, um mir zu sagen, dass laut Radarbild bei wetteronline.de in einer halben Stunde das nächste Regengebiet in Berlin ankommt. So bin ich also in meine Klamotten gesprungen, um die zwei Wäscheständer von der Terrasse ins Wohnzimmer zu stellen. Aber die Dinger waren ungewöhnlich schwer, und nur mit Mühe habe ich sie ins Wohnzimmer bekommen. Doch als ich die Klamotten anfasste, hätte ich sie immer noch auswringen können…

…und so habe ich die Wäsche nach meinem Einkauf für meine Mum in die Waschmaschine gepackt, den Schleudergang eingeschaltet und danach in den Trockner gepackt…

In dem kleinen Kellerraum, wo Waschmaschine und Trockner stehen, ist ein kleines Fenster, welches in einen Lichtschacht führt, der draußen ebenerdig mit einem Gitter abgedeckt ist. Dieses „Luke“ funktioniert wie ein Doppelfenster. Will man es aufmachen, öffnet man zuerst einen Rahmen mit einer Plastikscheibe und als zweites ein engmaschiges Gitter. Doch öffnen kann man dieses Fenster nur knappe zwei Handbreiten, weil davor Abflussrohre verlaufen. Dadurch ist es auch nicht möglich diesen Lichtschacht sauber zu machen, er ist also voller Spinnweben, in denen auch Laub hängt….

Doch während ich die geschleuderte Wäsche in den Trockner packte, stutzte ich, glaubte zuerst an altes Laub am Fenstergitter, doch dann bewegte es sich. Ich ging also ganz dicht ans Fenster und traute meinen Augen kaum. Da versuchte ein Frosch am Fenstergitter wieder nach oben in die Freiheit zu gelangen. Ich habe zwar keine Angst vor Fröschen, doch anfassen mag ich sie nicht… und so holte ich mein iPhone, fotografierte den Frosch…

……und sendete das Bild per Email an Norberts Dienstadresse. Wenige Minuten später telefonierten wir dann, und inzwischen saß der Frosch unten im Lichtschacht und versuchte vergeblich an den glatten Wänden hochzuklettern. Norbert nahm sich vor, nach Feierabend dem Frosch seine Freiheit wiederzugeben… und es hat ihn wohl so sehr beschaftigt, dass er fast 2 Stunden früher als gewöhnlich zu hause war. Dadurch, dass sich dieses Kellerfenster nur sehr wenig und nicht einfach mal um 90 Grad öffnen lässt, brauchte er eine Weile, doch irgendwann hatte er den Frosch und setzte ihn hinten im Garten wieder aus 🙂

Ich bin von Norberts Tierliebe immer sehr gerührt, denn er versucht immer, jedem Tier die Rückkehr in seinen Lebensraum zu ermöglichen. Während ich Spinnen „platt“ mache, setzt Norbert sie nach draußen, und selbst einen Ohrenkneifer schickte er vorhin zurück in den Garten, als er auf dem Fensterbrett hin und her krabbelte..

Doch eins muss ich noch erzählen….

Als Norbert heute nach hause kam, erzählte er mir vor der Rettung des Frosch’s diese fast unglaubliche. Geschichte: Da Norbert im Dienst ja auch einigen Kollegen und Kolleginnen erzählt hat, dass Jill nicht mehr bei uns ist, erfuhrt er heute folgendes: Bekannte oder Verwandte einer Kollegin waren mit ihrem sehr alten Hund in den Spandau-Arkaden, einem Einkaufszentrum in unsrer Nähe… Während des Einkaufsbummels verstarb der Hund. Im Media-Markt bekamen sie einen Karton, wo sie ihren toten Hund hineinlegten. Diesen packten sie in ihr Auto und erledigten danach noch einige Einkäufe. Als sie danach zurück ins Parkhaus kamen, war ihr Auto aufgerochen und der Karton mit den toten Hund weg…

Als mir Norbert das erzählte, dachte ich zuerst,. sein trockener Humor wäre mit ihm durchgegangen, aber vielleicht auch nur darum, weil es sich so unglaublich anhört. Sicher kann man darüber auch schmunzeln, denn die Diebe haben bestimmt nicht schlecht geguckt, als sie statt eines teuren Gerätes eine Hundelaiche auspackten. Aber letztendlich ist das doch mehr als nur makaber…. für mich jedoch die Erkenntnis, dass ich bei meinem nächsten Einkaufsbummel in den Spandau-Arcaden keine Einkäufe für andere sichtbar in meinem Auto ablege…

Dennoch bin ich aufgrund dieser Geschichte einfach nur fassungslos…..

 

3 Antworten auf Heute schon der zweite Eintrag…

  • evero sagt:

    Liebe Gisela,
    ich glaube nicht, dass dich jemand hier falsch versteht. Es ist halt eine Geschichte, die zwar sehr makaber ist, doch sicher jeden Leser auch irgendwie zum Schmunzeln bringt. Doch auch ich fühle mit den Menschen, die ihren Hund verloren haben und nun nicht wissen, was mit seinem toten Körper danach passierte….
    LG Eva

  • Gisela sagt:

    Für die Leute denen der Hund gehörte tut es mir schon leid ! Ein treuer Begleiter ein Leben lang, wollten ihn sicher in Würde beisetzen .
    Aber die den Karton geklaut haben, diese erschrockenden, blöden Blicke …und und und hätte ich zu gern per Foto festgehalten . Ich hoffe ist hier nicht falsch verstanden worden !!!!!!!!!!!!!!!!!
    Gruß Gisela

  • Gisela sagt:

    Guten Morgen liebe Eva !
    Da sieht man wieder : Kleine Sünde straft der liebe Gott sofort ( lach ) . Die Bekannten hätten ihren Hund sicher richtig beerdigt…
    Hatte mich so sehr beeilt, um den Beitrag zu sehen, war bis 19,30 Uhr noch im Teppichland…
    Dachte schon hatte diesen verpaßt !
    Euch einen schönen Tag .
    Sei lieb gedrückt Gisela

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