Monatsarchive: Mai 2010

Jill….

Den Akupunkturtermin vor zwei Tagen haben wir gut überstanden, und dieses Mal hat Jill auch ganz brav die 20 Minuten stillgehalten, während sie die Nadeln drin hatte. Nun folgen ein bis zwei Monate Akupunktur-Pause, doch in 4 Wochen soll ich Jill wieder vorstellen.

Bevor ich hier anfing zu schreiben, war ich bei You Tube, habe mir (meist lustige) Hundevideos angesehen, doch dann sah ich auch eins, welches mich sehr nachdenklich machte. Es ist ein Video mit einem Sharpei im Rollstuhl, und da wurde mir klar, welches Glück wir doch haben, dass Jill wieder laufen kann

.

Aber ich habe auch viele Videos mit süßen Sharpei-Babys gesehen. Zwei davon habe ich mal verlinkt….

.

.

Bein Ansehen dieser Videos muss ich daran denken, wie ich Jill das erste Mal im „Alter“ von nur wenigen Wochen beim Züchter sah. Ich hatte mich sofort in sie verliebt, und das hat sich auch nie geändert, auch nicht in der Zeit, als sie größer wurde, oder später, als ich noch arbeiten ging und meine Hundesitter absagten. Durch Jill’s liebevolles Wesen und ihre bedingungslose Treue habe ich nie an ihrer „Anschaffung“ gezweifelt, sondern nur nach den passenden Lösungen gesucht. Nach ihrer schweren Operation konnte ich ihr in den letzten Wochen und Monaten einen Bruchteil ihrer bedingungslosen Treue zurückgeben, indem ich alles tat, damit sie wieder gesund wird. Sie ist seitdem sogar noch anhänglicher geworden, und ich weiß gar nicht, wie ich mich dafür „erkenntlich“ zeigen kann. Sie ist einfach ein Schatz, und ich würde mich sehr freuen, wenn noch eine lange gemeinsame Zeit vor uns liegen würde….

träumend und zusammen gekringelt – vor wenigen Minuten fotografiert….

.

Dies und das….

Man oh man… die Zeit rennt…. Obwohl es mir vorkommt, als hätte ich gestern das letzte Mal geschrieben, sind nun doch schon wieder über 10 Tage vergangen. Also werde ich jetzt mal meine „Hausaufgaben“ machen…

Am 8. Mai (Sonnabend) kamen abends Norberts Kinder, und wir haben in seinen 60. Geburtstag am 9. Mai hinein gefeiert. Ja, und wenn er jetzt ab und zu mal stöhnt oder ihm etwas wehtut, dann muss er sich als alter Mann meine Sprüche anhören…*grins*

Aber ich selber habe auch oft das Gefühl, als baue ich kräftemäßig immer schneller ab.  So habe ich gestern unsere Blumenkästen auf der Küchenterrasse bepflanzt, doch das habe ich früher in der halben Zeit geschafft. Aber es ist schön geworden, auch wenn mir erst auf den Fotos aufgefallen ist, dass die großen Holzblumenkästen einen neuen Anstrich nötig haben 😉

beim Anklicken der Fotos erscheinen sie groß

Noch sind es kleine Pflänzchen….

.

….und heute habe ich mir die Pflanzenrabatte rund um die Wohnzimmerterrasse vorgenommen. Jedes Jahr im Frühjahr grault es mir davor…

Es ist  nämlich eine absolute nervende Arbeit, zwischen den Sträuchern und Pflanzen das Laub vom letzten Herbst zusammenzuharken. Auch meinem Rücken hat es heute überhaupt nicht gefallen. Nach drei Stunden mit vielen Pausen und reichlich Wutanfällen (weil sich beim Hinhocken immer wieder Äste in meinen Haaren „verhakten“) hatte ich es dann hinter mir. Fast ganze zwei Laubsäcke waren voll mit altem Laub, Efeu-Ranken, die vom Nachbarn in unsere Sträucher gewuchert sind, und natürlich so einiges an Unkraut….

Eigentlich hätte ich heute für diese Aktion gar keine Zeit gehabt, denn ursprünglich hatte ich mit Jill um 10:30 Uhr den 4. Akupunktur-Termin. Doch früh rief man mich an und sagte den Termin ab, weil die Ärztin heute kurzfristig nicht da ist.

Für morgen Nachmittag bekam ich einen neuen Termin. Wer Jill‘s Krankengeschichte verfolgt hat, möchte jetzt sicher auch wissen, ob wir durch die Akupunktur weitere Erfolge verzeichnen können.

Die Inkontinenz ist zwar noch nicht beseitigt, doch Fortschritte gibt es trotzdem. So läuft Jill im Haus schon seit einiger Zeit ohne Windel herum, denn das Pullern kann sie fast schon vollständig „steuern“. Die Dosis des Medikaments gegen die Inkontinenz habe ich seit der ersten Akupunktur inzwischen halbiert. Dies hatte ich davor schon einmal versucht, doch da lief sie wieder unkontrolliert aus, vor allem, wenn sie durch Klingeln oder Herrchens Heimkommen aufgeregt war. Selbst wenn ich jetzt vom Einkaufen komme und sie sich freut, verliert sie keine „Freudentropfen“ mehr.

Somit freue ich mich, wenn die Fortschritte zwar nicht mit Siebenmeilenstiefeln, aber zumindest in ganz kleinen Schritten erfolgen. Allein, dass es vorwärts geht, ist doch schon erfreulich.

Somit haben wir fast „nur“ noch ein Problem, denn mit dem Stuhlgang will es noch nicht klappen…. und solange ab und zu plötzlich ein kleiner Knödel auf der Decke liegt, ist er mit einem Tuch von der Haushaltsrolle schnell entsorgt, zumal die Duftwolke immer schnell bei mir ankommt…*schmunzel* Doch auch da bin ich guter Hoffnung…. Seit zwei Tagen beobachte ich, wie Jill nach dem Pullern in der Gassi-Ecke irgendwann diese typische „Kack-Stellung“  einnimmt, nämlich eine Art Buckel… Sie versucht es, aber es gelingt ihr noch nicht. Doch allein diese Versuche von ihr, die sie erst jetzt unternimmt, lassen meinen Optimismus wieder einmal in die Höhe schnellen 🙂

Nun hoffe ich, dass wir morgen die 4. Akupunktur gut hinter uns bringen, denn beim letzten Mal war es ziemlicher Stress. Jill wurden die Nadeln gesteckt, und ich musste sie wieder für 20 Minuten festhalten. Doch nach knapp 10 Minuten wollte sie sich auf dem Behandlungstisch unbedingt hinsetzen. Das ging aber nicht wegen der Nadeln, und so „kämpften“ wir miteinander. Irgendwann konnte ich nicht mehr, setzte sie vom Behandlungstisch auf den Fußboden und verließ das Behandlungszimmer, um die Tierärztin schnell zur Hilfe zu holen….. Sie kam auf meine Bitte auch, doch in der Zwischenzeit hatte sich Jill mehrmals geschüttelt, und keine Nadel war mehr an ihr zu sehen. Die lagen nämlich alle auf dem Fußboden….*grins* Die Ärztin steckte also nochmals alle Nadeln, und eine ihrer Assistentinnen wurde mir zur Seite gestellt, um die kommenden 20 Minuten zu überstehen….

Normal……….?

Obwohl ich heute schon geschrieben und mit dem letzten Beitrag sicher einige Leser zum Schmunzeln gebracht habe, muss ich noch ein anderes Thema anfügen, doch dieses ist in meinen Augen ganz und gar nicht lustig, sondern macht mich eher wütend….

Norbert fragte mich vor einigen Tagen, ob ich vormittags unseren regionalen Radiosender gehört habe. Doch ich höre immer nur im Auto Radio und war zu dieser Zeit nicht unterwegs…

Dann erzählte mir Norbert, dass jemand von der Stiftung Warentest im Sender war, und es ging um das so genannte Scoring. Ja, da habe ich auch erst einmal gefragt, was Scoring denn überhaupt bedeutet…*schmunzel*

Die Erklärung: Bei der Schufa werden ja alle möglichen Daten von uns gesammelt und danach unsere Kreditwürdigkeit beurteilt, dies nennt man Scoring….

Hier einige Erklärungen aus dem Internet:

http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/scoring-verfahren/scoring-verfahren.htm

http://www.vzbv.de/mediapics/scoring_hintergrundpapier_pk_23_01_08.pdf

In dieser Radiosendung wurde gesagt, dass man inzwischen auch nach dem Wohngebiet und seinen Einkaufsgewohnheiten „beurteilt“ wird. So hat man weniger Chancen einen Kredit zu bekommen, wenn man in einer Gegend wohnt, wo viele Leute Schulden haben. Ich kann also einen sicheren und gut bezahlten Job haben, aber wenn ich in der „falschen“ Gegend wohne, bin ich kaum kreditwürdig…

Aber nicht nur das, denn auch die Daten unserer Einkäufe werden an die Schufa weitergeleitet und zum Scoring herangezogen, nämlich mittels der überall angebotenen Kundenkarten, die man uns in jedem Supermarkt und an allen Tankstellen ständig aufschwatzen will. Für die erworbenen Treuepunkte mittels Kundenkarte „winken“ dann zwar Prämien, doch in Wirklichkeit werden unsere Einkaufsgewohnheiten gespeichert, weitergeleitet und dienen dem Scoring, also der Einstufung unserer  Kreditwürdigkeit. Würde ich beispielsweise dreimal pro Woche einen Kasten Bier kaufen, der Kassiererin jedes Mal  meine Kundenkarte geben und mich über die „Treuepunkte“ freuen, kann es durchaus sein, dass ich beim Scoring als Alkoholiker eingestuft und als wenig kreditwürdig eingestuft werde…

Mir waren diese Kunden- und Payback- Karten schon immer unsympathisch, vor allem aber, weil man mittlerweile fast einen Rucksack bräuchte, um in jedem Laden immer die passende Karte griffbereit dabei zu haben…. und genau dieser Gedanke macht mich jedes Mal fast schon wütend, wenn ich an der Kasse gefragt werde, ob ich eine Kundenkarte habe. Ich besitze nur eine einzige, und die ist vom Futterhaus, worauf man etwas Rabatt  bekommt. Doch wundern würde es mich nicht, wenn man auch aus dem Kauf von Hundenahrung und Leckerlis Rückschlüsse auf meine Kreditwürdigkeit ziehen würde…

Der gläserne Mensch eben – ein allseits bekannter Begriff, doch kaum jemand macht sich beim Erwerb von Kundenkarten Gedanken darum, was er damit preisgibt. Dass man auch nach der Wohngegend eingestuft wird, dagegen kann man sich wahrscheinlich kaum wehren, doch man kann vermeiden, dass die Schufa auch weiß, welche Speisen sich im Kühlschrank befinden. Doch viele Leute freuen sich eben auf die Bratpfanne, die sie dann gratis für 500 Punkte bekommen, doch welchen Preis bezahlen sie in Wirklichkeit….?

Geisterstunde….

Gestern nachmittag klingelte es uns…. Das ist ja nichts ungewöhnliches, doch als ich nachschaute, stand niemand vor der verschlossenen Gartentür, und nur wenige Minuten später noch einmal das Gleiche…. Als Norbert kurz danach von der Arbeit kam, erzählte ich ihm das. Wir waren uns einig, dass es sicher Kinder waren, die dann schnell weggelaufen sind und sich versteckt haben. Doch plötzlich klingelte es nochmals, und von da an im Abstand von nur wenigen Minuten immer wieder, doch als ich nach draußen schaute, war nie jemand am Gartentor. Ich legte mich also auf die „Lauer“, um den Schelm dingfest zu machen…. Als es dann wieder klingelte, war niemand am Gartentor, und ich zweifelte langsam an meinem Wahrnehmungsvermögen….

Norbert und ich, wir schauten uns nur noch fragend an und nun begann natürlich das große Grübeln. So vermuteten wir, dass in einen von unseren Klingelknöpfen Wasser eingedrungen ist, denn es regnete sehr stark. Ich hatte dabei gleich die Klingel neben der Haustür im Verdacht, denn es ist ein großer runder Taster und hat kein „Dach“ wie die Klingeln am Gartentor. Ich schaute gleich nach, und so wie es dort drauf tropfte, war die Sache für mich klar. Durch den großen runden Klingelknopf war natürlich ein ebenso langer Spalt, wo Wasser eindringen konnte…. und weiterhin klingelte es fast schon alle zwei Minuten…*grins*

Was tun??? Die Klingel braucht ein „Dach“, aber wie? Ich ging mit der Hoffnung in den Keller, dass ich dort etwas sehe, wobei mir die zündende Idee kommt… und sie kam dann auch…*schmunzel* Ich nahm einen Blumentopfuntersetzer aus Kunststoff und zersägte ihn in genau zwei Hälften. Mit der Klebepistole befestigte ich daran einen kleinen Metallwinkel. Mit dem zweiten Schenkel klebte ich den Winkel über dem Klingelknopf auf den Putz. Wo der halbe Untersetzer am Hausputz anliegt, dichtete ich mit farblosem Silikon ab.

Nun hofften wir, dass dies die Lösung war, doch es hat noch einige Stunden immer wieder geklingelt. Meine Erklärung war, dass sich in dem Loch unter dem Putz schon so viel Wasser gesammelt hat, dass es eine Weile dauern wird, bis wieder Ruhe einkehrt 😉 Die Zeitabstände wurden dann auch immer größer….

Heute Vormittag habe ich mein Werk mal fotografiert:

Als ich heute Mittag Norbert kurz im Dienst anrief, fragte er mich, ob es vormittags noch geklingelt hat. Ich antwortete mit „ja“, und Norbert stöhnte sofort. Doch dann sagte ich ihm, dass es aber nur einmal klingelte, und da stand auch jemand vor der Gartentür, nämlich  ein Fahrer von „bofrost“, der auf auf der Suche nach neuen Kunden war….


Skype

Es ist schon erstaunlich, was man heutzutage mit der Technik alles machen kann…

Mein Sohnemann Olav ist mit seiner Freundin vor wenigen Tagen nach Mexiko geflogen, wo sie 4 Wochen bleiben werden. Natürlich möchte man als Mutter gern wissen, wie sie angekommen sind und einfach auch mal miteinander reden. Sicher könnte man das per Handy machen, doch das ist ja nicht gerade billig.

Olav hatte mir vor längerer Zeit mal Skype empfohlen, weil man darüber per Internet weltweit telefonieren kann, und das auch noch kostenlos 🙂 Ich hatte mich also bei Skype angemeldet und registriert…. und bisher habe ich darüber manchmal mit meiner Schwester telefoniert oder mit mir lieb gewonnenen Usern meines Forums…

Doch heute hat es sich so richtig gelohnt… 🙂 Ich sah (ähnlich wie bei einem Messenger), dass Olav online war ( seinen Laptop hat er natürlich  mitgenommen) und wählte ihn an. So sah ich über die Webcam meinen Sohnemann mit freiem Oberkörper bei 35 Grad vor seinem Laptop sitzen, und wir haben uns beide unendlich gefreut, dass wir per Skype nicht nur miteinander reden konnten, sondern den anderen dabei sogar per Webcam sehen können – und das alles kostenlos…..

Es ist schon faszinierend, was durch das Internet heutzutage alles möglich ist…. und in solchen Momenten muss ich auch immer daran denken, welche Freude auch Jana daran gehabt hätte….