Archiv für Februar 2011

Sehnsucht nach Langeweile ;-)

Es war Sonntag Abend gegen 21:30 Uhr, als Norberts Telefon klingelte…. Norbert geht nur ungern ans Telefon, und da keine Rufnummer übermittelt wurde, wollte er gar nicht abheben. Doch ich drängelte, dass er das Gespräch annimmt, denn man weiß ja nie….  und so war es dann auch. Die Polizei war am Telefon, die ihn darüber informierte, dass seine Tante ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Feuerwehr musste die Wohnungstür aufbrechen, weil sie nicht mehr die Tür öffnen konnte. Man informierte uns darüber, in welches Krankenhaus sie eingeliefert wurde, zudem sollten wir uns am nächsten Tag um die Reparatur der Wohnungstür kümmern…..

Norberts Tante ist 87 Jahre, und ihre einzigen lebenden Verwandten sind Norbert und seine Mutter, zudem hatte sie Norbert als Verwandten angegeben, der im Notfall zu benachrichtigen ist.

So hat sich Norbert also gestern kurzfristig frei genommen, und wir fuhren vormittags zuerst zu seiner Tante ins Krankenhaus, also 25 km ans andere Ende von Berlin…. Norberts Tante war unheimlich überrascht und freute sich wie ein Kind, als wir das Krankenzimmer betraten. An einen Sturz konnte sie sich nicht erinnern, sondern nur, dass sie nicht mehr aufstehen konnte, doch ihr linker Arm hatte aufgrund einer Fraktur einen Gips…. Sie erzählte uns, dass sie durch Klopfzeichen und Rufen ihre Nachbarin zum Rufen der Feuerwehr veranlasst hat. Doch die Nachbarin wusste nicht, dass bei der Mieterin unter Norberts Tante ein Wohnungsschlüssel hinterlegt ist….

Dann fuhren wir zu ihrer Wohnung, um zu sehen, wie sicher oder unsicher ihre Wohnungstür nach dem Aufbruch durch die Feuerwehr ist. Ich dachte ja an einen ausgebrochenen Türrahmen, aber es war nicht so schlimm.  Das Loch, das die Feuerwehr mit einer Kettensäge in die Wohnungstür gesägt hatte, um von innen mit der Klinke zu öffnen, war mit einem Brett vernagelt. Da die Tür jedoch nun mit dem Schlüssel verschlossen war, hätte man nicht einmal eindringen können, wenn man das Brett entfernt hätte, was das Loch verdeckt. Wir meldeten uns auch bei der Nachbarin, doch die Mieterin unter Norberts Tante war leider nicht zu hause….

Wir packten also einige Sachen für Norberts Tante zusammen, nahmen auch ihre notwendigen Papiere (Ausweis und Versicherungskarte) und eine Lesebrille mit und fuhren nochmals zum Krankenhaus….

Als wir wieder zu hause waren, rief Norbert bei der Wohnungsgesellschaft seiner Tante an, um die Reparatur der Wohnungstür abzusprechen. Man versprach uns, sich umgehend um die Reparatur zu kümmern…. und dann hatte Norbert auch Glück und erreichte telefonisch die Mieterin unter seiner Tante, bei der ein Wohnungsschlüssel hinterlegt ist. Sie war sehr nett und  gab auch ihr Einverständnis, dass sich die Firma zwecks Türreparatur bei ihr melden darf.

Ja, ein aufregender Tg lag somit hinter uns, doch es sollte damit noch nicht genug sein. Zwischen 18 und 20 Uhr sollte ein Techniker der Telekom zu uns kommen, weil ich vor einigen Tagen nochmals reklamiert habe, dass zwar unsere DSL-Geschwindigkeit wieder stimmt, doch die Internetverbindung fast stündlich unterbrochen wird. Ich muss wohl niemandem erklären wie ärgerlich das ist, besonders, wenn man gerade beim Online-Banking ist…. doch dem nicht genug, denn wir haben und bezahlen auch für Home-Entertaiment, also Fernsehen über diesen Telekom-DSL-Anschluss…. Dazu gehört eine Art Receiver, mit dem man auf einer integrierten Festplatte Sendungen aufnehmen kann. Doch bei ständigen DSL-Unterbrechungen hat man nichts davon….

Gegen 19:10 Uhr meldete sich der Telekom-Techniker telefonisch bei uns und sagte, dass er gleich da sein wird. Doch der Begriff “GLEICH” ist anscheinend sehr dehnbar, und wir warteten…. bis 19:45 Uhr…… Aber als er dann mit einer blau leuchtenden Stirnlampe vor unserer Tür stand, musste ich mir ganz schön das Lachen verkneifen… ;-)

Knapp zwei Stunden verbrachte er bei uns, doch so komisch sein Eindruck am Anfang auch war, hatte ich trotzdem den Eindruck, dass er die Fehlerquelle wesentlich besser eingegrenzt hat, als neulich der andere Techniker….

Der Techniker beantwortete mir  alle Fragen, auch wenn ich nicht jede Antwort 100%ig verstanden habe…. ;-) Darum kann ich auch nicht im Detail wiedergeben, woran es liegt…. Doch nach all’ seinen Messungen wurde immer klarer, dass der Fehler wohl nicht bei uns im Haus, sondern eher außerhalb liegt… Nun sollen wir vorerst beobachten, ob der Austausch der Telefondose, die auch Fehler angezeigte,  etwas gebracht hat, oder ob die Fehlersuche in die nächste Runde geht…..

Durch diesen Techniker weiß ich jetzt: je größer die DSL-Geschwindigkeit, desto höher ist auch die Störanfälligkeit…

Also kann man nur hoffen…..

Verwirrt…???

Ja, ich habe wieder etwas am Outfit  ”gebastelt”…. ;-)

….und dabei ist es sehr spät geworden. Darum nur diese wenigen Zeilen, aber ich werde mich in den nächsten Tagen bestimmt wieder zu Wort melden, versprochen :-)

Microsoft oder Micro-Schrott ?

Am 14. und 15. Januar erzählte ich, wie wir für meine Schwester einen neuen Computer kauften und eingerichtet  haben…

Unter anderem war darauf das Büroprogramm Microsoft Office vorinstalliert. Als man es das erste Mal anklickte, wurde man gefragt, ob man die kostenpflichtige Vollversion erwerben (ca. 500 Euro) oder die kostenlose Lite-Version nutzen möchte. Bei der Lite-Version hat man nur Word und Exel zur Verfügung und muss ein paar Werbeeinblendungen ertragen. Nora emfand die Lite-Version für ihre Ansprüche als vollkommen ausreichend.

Doch nun rief sie mich schon mehrmals an und beklagte sich, dass sie aus Word und Exel nichts ausdrucken kann. Es kommt dann immer die Meldung, dass der Drucker nicht verfügbar ist…

Als wir gestern Vormittag wieder telefonierten äußerte sie nochmals ihren Unmut, dass es mit dem Drucken bei Word und Exel nach wie vor  nicht klappt….

So kam ich auf die Idee, mit ihr mal etwas testen. Nora sollte eine pdf-Datei öffnen und ausdrucken, und siehe da, er druckte…. Dann sollte sie in den Drucker ein Dokument zum Scannen einlegen (es ist ein Multifunktionsgerät, womit man drucken, scannen, kopieren und faxen kann)… Das Gerät scannte problemlos und druckte das Ergebnis ebenfalls aus….. Danach versuchten wir es noch einmal mit einem Dokument in  Word, doch wieder kam die Meldung, dass zum Drucker keine Verbindung hergestellt werden kann. Also lag es nicht am Drucker….und ich vermutete langsam, dass es an der Lite-Version von Microsoft-Office lag…

Doch für dieses Problem hatte ich keine Lösung

Darum machte ich meiner Schwester den Vorschlag, open office zu installieren. Diese Bürosoftware ist ein opensource-Projekt. Solche Software unterliegt keinen Lizenzbedingungen, wird ständig weiter entwickelt und ist zudem kostenlos. Erstaunlich auch, das solche open-source-Projekte den kostenpflichtigen Programmen durchaus das Wasser reichen können.

Ich sagte also Nora den Link, wo sie open office downloaden kann, und dann installierte sie das Programm nach meinen Anweisungen während unserer “Telefonkonferenz” … ;-)

Hinterher öffnete sie ihre Textdokumente und Tabellen mit open office, und dann wurde es spannend… Nun sollte Nora probieren, ob es mit dem Drucken klappt. Am Telefon hörte ich schon im Hintergrund, wie der Drucker sofort reagierte, doch dann übertönte mein Schwesterlein dieses Geräusch mit einem Jubelschrei

Fazit: Nora kann jetzt nicht nur Textdokumente und Tabellen erstellen (und auch drucken), sondern hat ein komplettes Office-Programm.

Nora war einfach nur noch glücklich, und ich freute mich natürlich ebenso, dass wir damit das Problem gelöst hatten. Aber gleichzeitig war ich auch wütend. Sollte man mit der Lite-Version von Microsoft-Office nur “angefüttert” werden? In meinen Augen ist das – gelinde ausgedrückt –  ziemlich hinterlistig…..

Inzwischen ist mein Ärger wieder etwas verflogen, doch das liegt sicher auch daran, weil sich Nora so unendlich freute… und ein paar Stunden später bekam ich von ihr diese Grußkarte:

Meine Gedanken….

Gestern früh telefonierte ich mit einer Freundin…. und irgendwann fragte sie mich, was sie denn nun ab heute tanken muss. Ich darauf nur: “He, wie meinst du denn das?” Aber dann fiel bei mir der Groschen:

Ich hatte zwar schon von dem “neuen” Benzin gehört, mich jedoch nicht näher damit beschäftigt und vor allem auch nicht daran gedacht, dass man dieses E10-Benzin schon ab 1. Februar an den Zapfsäulen tanken kann. Natürlich konnte ich Gisela nicht sagen, was sie nun tanken muss, denn ich wusste ja nicht einmal, ob mein eigenes Auto diesen Sprit “verträgt” ;-)

Ich kann mich erinnern, dass in den Medien teilweise davor gewarnt wurde, weil es bei einigen älteren Automodellen mit diesem E10-Benzin zu Motorschäden kommen kann. Als Norbert heute von der Arbeit kam, meinte er, dass wir mal im Internet nachsehen müssen, was wir nun tanken dürfen bzw. können….

Nun war ich also nicht nur durch Gisela, sondern auch durch Norbert neugierig geworden und recherchierte im Internet. Ich musste nicht lange suchen. Es gibt unheimlich viele Artikel zu diesem neuen Benzin,  doch beim ADAC und bei DAT fand ich sehr übersichtliche Tabellen….

Da mein Auto mit seinen reichlich 12 Jahren nun auch nicht mehr zu den Jüngsten gehört, war ich sehr gespannt…. doch nun bin ich erstaunt, denn laut Tabelle verträgt mein Auto das E10-Benzin, und sogar Norberts alter Opel-Astra (Bj. 1995) darf diesen Sprit tanken… ;-)

Bin jetzt nur gespannt, ob sich mit dem E10 eventuell der Spritverbrauch verändern wird. Werde jedoch im Winter kaum Vergleichswerte sammeln können, da ich ja oft vor dem Losfahren schon die Standheizung laufen habe ;-)

Apropos Standheizung…. Bei dem Gedanken fing mein Gehirn dann noch einmal an zu rattern…. Wird denn die Standheizung dieses E10-Benzin vertragen…..

Also nochmals bei Google nach Informationen gesucht….

Doch auf der Webseite des Herstellers Eberspächer fand ich eine Pressemitteilung, die mich beruhigte.

Bisher ist mir das alles trotzdem noch etwas suspekt. Doch Super-Benzin gibt es nun nicht mehr…. Will man also noch nicht das neue E10-Benzin tanken, dann müsste man das frühere Super-Plus tanken, wo der Liter nochmals 10 Cent teurer war :-(

Kann sich noch jemand erinnern, wie die Benzinpreise 1990 waren? Ich ja !!!  Als ich kurz nach der Wende ins damalige Westberlin übersiedelte, kauften wir  (mein Ex-Mann und ich) für mich einen gebrauchten Opel-Corsa. Das damalige Normal-Benzin kostete zu der Zeit genau  1,15 DM, und ich muss noch einmal betonen, dass es sich bei dem Preis noch um die Deutsche Mark handelte!!! Rechne ich also diesen Benzin-Preis in den heutigen Euro um, lag er damals bei knapp 60 Cent und hat sich inzwischen mehr als verdoppelt….

…und da ich mich gerade wieder so darüber aufrege, fällt mir gleich noch etwas ein….

Als wir  im Dezember 1990 in meine ehemalige Wohnung zogen, stand im Mietvertrag eine Warmmiete von 516,- DM. Doch als ich die Wohnung im Sommer 2005 kündigte und zu Norbert zog, lag die Miete bereits bei 485 EURO,  und neu vermietet wurde sie danach für 590 EURO…

Schade nur, dass unsere Einkommen nicht in der gleichen Dimension gestiegen sind. Das macht mich wütend….

….und dann gibt es ja noch das Reizwort “HartzIV”….  Da gibt es Leute, die 30 Jahre oder mehr gearbeitet haben, zig Jahre Beiträge für die Arbeitslosenversicherung gezahlt haben, doch dann werden sie mit denen auf eine Stufe gestellt, die noch nie etwas in den großen Topf eingezahlt und immer nur auf Kosten des Staates gelebt haben….

Bin wohl heute irgendwie gefrustet. Wollte auch keine schlechte Laune verbreiten, aber solche Dinge regen mich halt auf…. und bevor mir noch mehr Ungerechtigkeiten einfallen, höre ich mal lieber auf….