Monatsarchive: August 2011

Der Stress reißt nicht ab….

Der Stress ging los, als Jill nichts fraß…  und aufgrund der ersten Diagnose am 4 Juli operiert wurde… bis wir sie nach der niederschmetternden Diagnose am 22. Juli Jill über die Regenbogenbrücke  gehen ließen….

Ruhe ist bisher trotzdem nicht eingekehrt, und auch an den Wochenenden hatten wir seitdem kaum Erholung. So fiel Jill’s Todestag auf den 1. Geburtstag von Norberts erstem Enkel, und wir gingen nachmittags zur Geburtstagsfeier, obwohl uns absolut nicht danach zumute war…

14Tage später (am  Freitag, dem 5. August) feierte Norberts Tochter Momo ihren Geburtstag, und genau eine Woche danach waren wir auf ihrer Hochzeit….

Einen Tag später ging der Ärger mit meinem Computer los, wofür ich mir nach drei Tagen Hilfe holte, doch zur gleichen Zeit kamen die ersten Presseanfragen, nachdem sich drei Jugendliche gemeinsam das Leben nahmen. Es folgten einige Telefonate und zwei Termine mit Kamerateams.

Zwar wurde es nach den Aufnahmen vom MDR (letzten Dienstag) wieder ruhiger, doch vorgestern früh kam der nächste Schock. Gegen 9:15 Uhr klingelte meinTelefon, und Norberts Mutter teilte mir weinend mit, dass sie im Bad gestürzt ist und nicht mehr aufstehen kann. Glücklicherweise hat eine Nachbarin ihre Wohnungsschlüssel, und auch die Feuerwehr war bereits unterwegs.

Als die Feuerwehr eingetroffen war, riefen sie mich an und teilten mir mit, in welches Krankenhaus sie Norberts Mutter bringen -Verdacht auf Oberschenkelhalsbruch…

Panikartig informierte ich zuerst Norbert und seinen Sohn. Andi war nur kurze Zeit später ei mir, um mit ins Krankenhaus zu fahren. Als wir uns auf den Weg machten, informierte Andi seine Schwester Momo, die sich gerade auf dem Weg zur Arbeit befand. Telefonisch nahm sie sich frei, wir fuhren in die Wohnung von Norberts Mutter, packten Wäsche und einige andere Dinge zusammen und fuhren dann zum Krankenhaus.

Nachdem uns die unfallchirurgische  Rettungsstelle zuerst zur falschen Station schickte, mussten wir uns nochmals durchfragen, auf welcher Station Norberts Mutter nun aufgenommen wurde…. und als wir endlich auf der richtigen Station ankamen, waren wir richtig froh. Inzwischen stand auch die Diagnose fest. Norbert Mutter hatte fast Glück im Unglück, denn es war zwar ein Bruch des Oberschenkels, aber kein Oberschenkelhalsbruch. Der Bruch bei Norberts Mutter  ist einige Zentimeter tiefer und operativ leichter zu behandeln.

Noch am gleichen Tag wollte man operieren, doch wann, das konnte man uns noch nicht sagen. So waren wir noch lange Zeit im Krankenzimmer, bis ich mich mit Andi und Momo dann verabschiede und auf den Heimweg machte. Gegen 17 Uhr riefen wir erstmals im Schwesternzimmer  an, um uns nach Oma zu erkundigen, doch genau zu dieser Zeit war Norberts Mutter gerade mal auf dem Weg zum OP, und wir sollten frühestens in 4 Stunden wieder nachfragen. Ich muss wohl kaum jemandem erklären, wie schwer einem das Warten fält, aber wir übten uns dennoch in Geduld… und gegen 21:20 Uhr erfuhren wir dann, dass Norberts Mutter gerade wieder auf Station angekommen und die OP gut verlaufen ist….

Somit machten Norberts Kinder gestern Vormittag den ersten Krankenbesuch nach der OP, wir fuhren dann nachmittags hin, nachdem wir nochmals in Omas Wohnung waren, um ihren Rollator zum Krankenhaus zu bringen, denn bereits 2 Tage nach der OP soll Norberts Mutter aufstehen und die ersten Gehversuche machen. Sie selber glaubt noch nicht an die ersten Gehversuche, denn nur mit Mühe und Not hat sie sich vor dem Sturz mittels Rollator zwischen Küche , Wohnzimmer , Schlafzimmer und Bad bewegt.

Dennoch hoffe ich, dass die Physiotherapeuten sie motivieren und mobilisieren können, was bei einem 84-jährigen Menschen bestimmt viel schwerer ist, als bei einem jüngeren Menschen….und so wird zu diesem Thema sicher noch einiges folgen…

Doch selbst ein entspannter Sonntag war uns nach der ganzen Aufregung nicht gegönnt, denn heute stand der nächste Termin an: die Taufe von Norberts Enkel…. Mir selbst haben die letzten Tage so sehr zugesetzt, dass ich die letzte Nacht kaum geschlafen und hauptsächlich auf der Toilette zugebracht habe. Doch Norbert hatte dadurch auch keine angenehme Nachtruhe. Während ich heute zuhause blieb, fuhr er dann allein zur Kirche, aber nahm nicht an den anschließenden Feierlichkeiten teil……

Im Moment hoffen wir nur, dass der Stress langsam mal aufhört…

 

 

Heute schon der zweite Eintrag…

Manchmal hört bzw. liest man zwei Wochen nichts von mir, doch zurzeit komme ich ja mit meinen Berichten kaum hinterher….

Nach den Regengüssen von gestern ließen wir die Wäscheständer auch über Nacht auf der Terrasse stehen, denn wir hatten die Hoffnung, dass sie heute morgen wenigstens nicht mehr tropfen… und so weckte mich Norbert nach seiner Ankunft auf Arbeit um 6:20 Uhr mit dem Telefon, um mir zu sagen, dass laut Radarbild bei wetteronline.de in einer halben Stunde das nächste Regengebiet in Berlin ankommt. So bin ich also in meine Klamotten gesprungen, um die zwei Wäscheständer von der Terrasse ins Wohnzimmer zu stellen. Aber die Dinger waren ungewöhnlich schwer, und nur mit Mühe habe ich sie ins Wohnzimmer bekommen. Doch als ich die Klamotten anfasste, hätte ich sie immer noch auswringen können…

…und so habe ich die Wäsche nach meinem Einkauf für meine Mum in die Waschmaschine gepackt, den Schleudergang eingeschaltet und danach in den Trockner gepackt…

In dem kleinen Kellerraum, wo Waschmaschine und Trockner stehen, ist ein kleines Fenster, welches in einen Lichtschacht führt, der draußen ebenerdig mit einem Gitter abgedeckt ist. Dieses „Luke“ funktioniert wie ein Doppelfenster. Will man es aufmachen, öffnet man zuerst einen Rahmen mit einer Plastikscheibe und als zweites ein engmaschiges Gitter. Doch öffnen kann man dieses Fenster nur knappe zwei Handbreiten, weil davor Abflussrohre verlaufen. Dadurch ist es auch nicht möglich diesen Lichtschacht sauber zu machen, er ist also voller Spinnweben, in denen auch Laub hängt….

Doch während ich die geschleuderte Wäsche in den Trockner packte, stutzte ich, glaubte zuerst an altes Laub am Fenstergitter, doch dann bewegte es sich. Ich ging also ganz dicht ans Fenster und traute meinen Augen kaum. Da versuchte ein Frosch am Fenstergitter wieder nach oben in die Freiheit zu gelangen. Ich habe zwar keine Angst vor Fröschen, doch anfassen mag ich sie nicht… und so holte ich mein iPhone, fotografierte den Frosch…

……und sendete das Bild per Email an Norberts Dienstadresse. Wenige Minuten später telefonierten wir dann, und inzwischen saß der Frosch unten im Lichtschacht und versuchte vergeblich an den glatten Wänden hochzuklettern. Norbert nahm sich vor, nach Feierabend dem Frosch seine Freiheit wiederzugeben… und es hat ihn wohl so sehr beschaftigt, dass er fast 2 Stunden früher als gewöhnlich zu hause war. Dadurch, dass sich dieses Kellerfenster nur sehr wenig und nicht einfach mal um 90 Grad öffnen lässt, brauchte er eine Weile, doch irgendwann hatte er den Frosch und setzte ihn hinten im Garten wieder aus 🙂

Ich bin von Norberts Tierliebe immer sehr gerührt, denn er versucht immer, jedem Tier die Rückkehr in seinen Lebensraum zu ermöglichen. Während ich Spinnen „platt“ mache, setzt Norbert sie nach draußen, und selbst einen Ohrenkneifer schickte er vorhin zurück in den Garten, als er auf dem Fensterbrett hin und her krabbelte..

Doch eins muss ich noch erzählen….

Als Norbert heute nach hause kam, erzählte er mir vor der Rettung des Frosch’s diese fast unglaubliche. Geschichte: Da Norbert im Dienst ja auch einigen Kollegen und Kolleginnen erzählt hat, dass Jill nicht mehr bei uns ist, erfuhrt er heute folgendes: Bekannte oder Verwandte einer Kollegin waren mit ihrem sehr alten Hund in den Spandau-Arkaden, einem Einkaufszentrum in unsrer Nähe… Während des Einkaufsbummels verstarb der Hund. Im Media-Markt bekamen sie einen Karton, wo sie ihren toten Hund hineinlegten. Diesen packten sie in ihr Auto und erledigten danach noch einige Einkäufe. Als sie danach zurück ins Parkhaus kamen, war ihr Auto aufgerochen und der Karton mit den toten Hund weg…

Als mir Norbert das erzählte, dachte ich zuerst,. sein trockener Humor wäre mit ihm durchgegangen, aber vielleicht auch nur darum, weil es sich so unglaublich anhört. Sicher kann man darüber auch schmunzeln, denn die Diebe haben bestimmt nicht schlecht geguckt, als sie statt eines teuren Gerätes eine Hundelaiche auspackten. Aber letztendlich ist das doch mehr als nur makaber…. für mich jedoch die Erkenntnis, dass ich bei meinem nächsten Einkaufsbummel in den Spandau-Arcaden keine Einkäufe für andere sichtbar in meinem Auto ablege…

Dennoch bin ich aufgrund dieser Geschichte einfach nur fassungslos…..

 

Kuze Info

Bekam heute einen Anruf, in dem mir der Redakteur mitteilte, dass der Beitrag im MDR doch noch nicht heute, sondern wahrscheinlich erst nächste Woche gesendet wird…

Er sagt mir auf jeden Fall noch einmal Bescheid…

 

Bevor…

…ich in einigen Tagen nicht mehr weiß, was ich zuerst schreiben soll, will ich gleich mal wieder berichten.

Heute waren ein Redakteur und ein Kameramann bei mir, die für den MDR arbeiten. Der Anlass, warum mich der Redakteur kontaktierte, war auch dieses Mal der Suizid der drei Mädchen. Nachdem ich ihm am Wochenende auf seine Email antwortete, telefonierten wir gestern. Da der Beitrag möglichst zeitnah und bereits morgen ausgestrahlt werden soll, kamen sie also heute von Leipzig zu mir nach Berlin.. Obwohl bisher eigentlich alle Kamerateams immer sehr nett waren, doch heute war – trotz des traurigen Themas – eine sehr angenehme und auch lockere Atmosphäre. So unterhielten wir uns bei einem Kaffe nebenbei auch über private und andere andere Dinge, zumal ich ja damals nach meinem Abi  auch für 4 Jahre in Leipzig wohnte…

Die letzten Aufnahmen machten wir draußen, doch kaum waren wir fertig, kam mittags ein heftiger Regenguss, obwohl für Berlin heute hochsommerliches Wetter und ganz viel Sonnenschein angekündigt war….

Gestern noch hatte ich mir vorgenommen, heute ganz früh die Waschmaschine anzumachen, damit ich die Wäsche nicht in den Trockner packen muss, sondern draußen trockenen kann. Das machte ich dann auch, und so standen seit 8:30 Uhr zwei volle Wäscheständer auf der Wohnzimmerterrasse. Doch schon während der Aufnahmen kamen die ersten kurzen Schauer, die ich einfach ignorierte, denn die paar Tropfen wären sicher bald wieder verdunstet 😉 Aber als es anfing zu schütten, wäre ich selber nass wie ein Pudel geworden, wenn ich die Wäscheständer hereingeholt hätte… und dann folgte ein Guss nach dem anderen… Selbst in den kurzen Regenpausen hätte ich die Wäscheständer nicht mehr ins Wohnzimmer holen können, denn die Wäsche tropfte inzwischen, als wäre sie nie in der Waschmaschine geschleudert worden…

….und als Norbert gegen 16 Uhr von der Arbeit kam, bekam er dann meinen ganzen Frust zu spüren….*schmunzel* Da er nämlich wusste, dass ich für die Wäsche auf schönes Wetter wartete, meinte er gestern noch, dass ich ja trotz der guten Wettervorhersage heute keine Zeit für Wäsche haben werde, wenn wieder mal ein Kamerateam kommt…. Also wollte ich ihm das Gegenteil beweisen… doch das ging wohl voll in die Hose…. 

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Doch nun noch einmal zurück zum Ausgangsthema…. Meine treuen Lesen wollen sicher wissen, wann und wo der Beitrag im MDR kommt. Wenn alles dabei bleibt, dann wird  er morgen, also am Mittwoch, in dem Nachrichtenmagazin Exakt, um 20:15 Uhr gesendet.

 

 

Kleine und große Neuigkeiten

Mit meinem Computer geht es weiter aufwärts. Die wichtigsten Programme sind installiert und eingerichtet, und nun gibt es nur noch Kleinigkeiten. Normalerweise kann man ja das System durch die Backups relativ schnell wiederherstellen, doch genau da lag das Problem. Ich hatte nämlich die Backups mit dem neuen Betriebssystem gelöscht, und dadurch klappte es scheinbar nicht….

Von der Redakteurin der Sendung Markus Lanz bekam ich gestern eine Mail, in der sie mir mitteilte, dass man in der Redaktion noch nicht entschieden hat, ob man in den nächsten 2 Wochen dieses Thema realisieren kann. Sie will sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder melden. Ich bin darüber nicht böse, denn nach Hamburg zu fahren, am späten Nachmittag im Studio bei der Aufzeichnung zu sein und abends zurück nach Berlin zu fahren, hätte ich als ziemlichen Stress empfunden, da man mir lediglich die Bahnfahrt bezahlt hätte…

….doch es gibt auch richtig gute Neuigkeiten:

Als ich heute Vormittag mit Norbert einkaufen war, sprach mir Jill’s Züchter auf den AB, dass ich ihn doch bitte zurückrufen möchte. Ich Dussel habe aber erst nachmittags bemerkt, dass ich eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter habe 😉

Vor zwei oder drei Tagen rief ich nämlich bei Uwe an und fragte mal wieder nach, ob seine Hündin schon heiß ist, doch leider noch nicht…. Daraufhin bat ich ihn, mich doch sofort zu informieren, und genau diese erfreuliche Nachricht teilte er mir heute mit, als ich ihn dann zurückrief. Hündin Daisy ist seit heute heiß….*freu*

….und somit kann ich nun rechnen:

ab dem 11. Tag der Hitze hat eine Hündin ihre 2 bis 3 „Stehtage“, kann also gedeckt werden…

eine Schwangerschaft dauert bei Hunden durchschnittlich 63 Tage…

Geburt der Welpen also ca. Anfang November

Welpen werden ab dem Alter von 8 Wochen abgegeben….

Das Ergebnis dieser Rechnung ergibt, dass wir – wenn alles gut verläuft – zwischen Weihnachten und Silvester dann unser neues Familienmitglied begrüßen dürfen, und ab heute werde ich jeden Tag zählen 🙂  Jill hatten wir zusammen mit Jana schon in den ersten 8 Wochen mehrmals besucht, doch dazu mussten wir damals nur quer durch Berlin fahren. Doch seit einigen Jahren hat Uwe seinen Wohnsitz verlegt und ist nun über 100 km entfernt… Also kann ich nur hoffen, dass dieser Winter nicht so viel Schnee bringt wie der vorherige, so dass vorherige Besuche und und die Abholung nicht am Wetter scheitern…

…aber trotz der Vorfreude vergeht kein Tag, an dem ich Jill nicht vermisse. Als ich heute mittag Essen kochte und dafür Würstchen in Streifen geschnitten habe, wartete ich darauf, dass mein Schneckchen hinter mir sitzt und bettelt…..