Monatsarchive: September 2011

Geschafft…

haben wir nicht nur den heutigen Tag, sondern sind es selber auch… Es war zwar sehr anstrengend, aber irgendwie sind wir auch zufrieden….

Heute ist ja Norberts Mutter von der Reha-Station ins Pflegeheim verlegt worden.

Morgens holten wir von der Autovermietung den Transporter ab, einen VW Crafter. Als wir vorgestern dort den Vorvertrag unterschrieben haben und ich meinen Führerschein vorzeigen musste, freute man sich, dass auf der Rückseite keine freie Zeile war, und dann kam der nette Spruch: „Alle Führerscheinklassen, das sind mir die Liebsten“ Doch heute war ich dann etwas aufgeregt, denn vor 6 Jahren fuhr ich das letzte Mal größere Autos 😉

Aber schon nach wenigen Minuten kam meine alte Leidenschaft wieder zum Vorschein: Je größer das Auto, desto mehr Spaß macht das Fahren 

Wir holten noch Andi ab, der sich für heute frei genommen hatte, und fuhren zur Wohnung von Norberts Mutter. Dort holten wir einen Sessel, ein Sideboard, einen Fernsehtisch sowie eine kleine Lampe, Radiowecker und diverse andere Dinge. Dann fuhren wir zum Heim. Es war anscheinend ein gutes Timing, denn als wir mit dem Transporter ankamen, war Norberts Mum nur wenige Minuten zuvor mit dem Krankentransport angekommen. Sie war aber noch nicht auf ihrem Zimmer, sondern saß bereits im Gemeinschaftsraum beim Mittagessen. Ich setzte mich zu ihr, während Norbert und Andi den Transporter entluden und die Sachen in ihr Zimmer brachten….

Nach dem Essen lernte Norberts Mum dann ihr zukünftiges Zuhause kennen. Als ich sie im Rollstuhl zu ihrem Zimmer schob, erinnerte mich das an meine langjährige Tätigkeit im Behindertentransport… 😉

Das Zimmer ist hell, und selbst die Pflegebetten und der Nachttisch erinnern nicht mehr an ein Krankenhaus, denn sie sind nicht aus weiß angestrichenem Metall, sondern holzfarben. Jeder Bewohner kann auch eigene kleine Möbel mitbringen, und das Sideboard passte vom Holz sogar, als gehörte es zur Einrichtung. Andi baute Fernseher, Videorecorder sowie Sky-Box auf und verkabelte alles. Alles funktionierte sofort.

Nur mit dem Telefonanschluss müssen wir uns wahrscheinlich noch etwas gedulden. Das Heim „verteilt“ keine hauseigenen Rufnummern, sondern wir müssen den Telefonanschluss von Norbert Mutter dorthin ummelden, wodurch sie sogar ihre bisherige Rufnummer mitnehmen kann. Das  ist ja nicht einmal schlecht, nur kennt man ja die Telekom und weiß, dass die nicht die Schnellsten sind…*schmunzel*  Für die Übergangszeit haben wir ihr ein leicht zu bedienendes Senioren-Handy besorgt, gepaart mit einem sehr günstigen Tarif, den man monatlich kündigen kann.

Ungefähr eine Stunde bevor wir uns dann auf den Heimweg machten – es war gegen 14:30 Uhr – lernten wir ihre Mitbewohnerin kennen, die zu der Zeit mit dem Krankentransport gebracht wurde und auch heute in dieses Zweibettzimmer einzog. Als sich die beiden alten Damen gegenseitig vorstellten, musste ich schmunzeln, denn die Mitbewohnerin hat einen lustigen Namen und gab Norberts Mutter auch gleich die passende Eselsbrücke, wie sie sich den Namen am besten merken kann. Da wurde uns klar, dass diese vorübergehende Wohngemeinschaft  bestimmt ganz gut verlaufen wird.

Nun sind wir froh, das wir diesen stressigen Tag hinter uns gebracht haben.. Doch obwohl Norberts Mutter heute einen relativ zufriedenen Eindruck machte, kann ich mir vorstellen, dass es für sie ein ganz großer Einschnitt in ihrem Leben ist. Fast genau 61 Jahre hat sie in ihrer bisherigen Wohnung gelebt, Norbert ist dort aufgewachsen, und seit dem Tod seines Vaters im Jahre 1987 lebte seine Mutter allein in dieser Wohnung….

Doch nun ist es heute auch schon wieder verdammt spät geworden… Fortsetzung also demnächst….

 

Schon vor einigen Tagen hatte ich versprochen….

…dass ich noch von unserem derzeitigen Stress berichten werde…

Hier nun mein Bericht:

Ich hatte ja erzählt, dass Norberts Mutter am 26. August im Bad gestürzt ist, sich den Oberschenkel gebrochen hat und seitdem im Krankenhaus war bzw. nunmehr auf einer Reha-Station ist.

Wir freuten uns, dass sie mit Hilfe der Physiotherapeuten bald schon mit dem Rollator laufen konnte, aber eben nur sehr mühsam, zudem die Angst und Unsicherheit sie mit jedem Schritt immer begleiten.

Vorige Woche staunten wir dann, als es plötzlich hieß, dass Norberts Mutter voraussichtlich Mitte/Ende dieser Woche nach hause entlassen wird. Bei Norberts Mum verursachte diese Mitteilung regelrechte Panik. Sie wollte nicht mehr nach hause, hatte Angst, ihren täglichen Tagesablauf nicht allein bewältigen zu können, zumal schon allein ihr Bad zu schmal ist, um dieses mit dem Rollator betreten zu können. So wäre also allein der Gang zur Toilette zu einem unlösbaren Problem geworden….

Irgendwann sagte Norbert’s Mum schon einmal, dass sie in ein Pflegeheim möchte, wenn es zu hause nicht mehr geht. Vor einigen Monaten kam dann noch die Mitteilung, dass ihr Wohnhaus 2012 saniert werden soll und die Mieter für ca. 6 bis 8 Wochen ausziehen und in einer vorübergehenden Unterkunft wohnen sollen , bevor sie in ihre Wohnungen zurück können. Dies sah sie als Zeitpunkt an, an dem sie spätestens in ein Heim geht, denn diesen Stress wollte sie sich nicht mehr antun, was man ja auch verstehen kann.

Aber nun hat sich die Situation eben fast von einem Tag auf den anderen geändert… Mit der plötzlichen Mitteilung des Entlassungstermins mussten wir uns mit Norbert darum kümmern, seine Mum so unterzubringen, dass sie sich nicht nur abgeschoben fühlt, sondern auch wir ein ruhiges Gewissen haben können.

Erstes Kriterium war für uns, dass wir einPflegeheim in der Nähe finden, um auch mal auf die Schnelle bei ihr sein zu können, denn bisher fuhren wir 30 bis 60 Minuten durch Berlin, um sie in ihrer Wohnung zu besuchen….

Während unserer Recherchen fanden wir in unserer Nähe drei Pflegeheime, die angemessen schienen…. In einem wurden wir bereits sehr unfreundlich abgefertigt, während wir lediglich Informationen einholten…. Übrig blieben also zwei Pflegeheime, die ich bereits kannte – nämlich aus meiner Zeit, als ich ich noch im Behindertentransport arbeitete und dort auch Fahrgäste abholte oder hinbrachte. Eins davon war mir in sehr unangenehmer Erinnerung, doch nur, weil es in einer sehr engen Straße lag, wo ich trotz Sondergenehmigung kaum wusste, wie ich mein Fahrzeug während der Abholung parken sollte…

Doch als wir danach das dritte Pflegeheim in Augenschein nahmen, war dies wohl der Volltreffer. Abgesehen von den guten Parkmöglichkeiten (die für öftere und spontane Besuche sicher auch sehr wichtig sind), empfing uns dort eine sehr angenehme Atmosphäre. Schon im Eingangsbereich hatte man bereits optisch das Gefühl, dass man ein gemütlich eingerichtetes Hotel betritt…

…und dies bestätigte sich dann auch bei unserem Gesprächstermin vor zwei Tagen…  Ein netter Mitarbeiter nahm sich sehr viel Zeit für uns, führte uns durch das Haus und lies keine Frage unbeantwortet . Einziges Manko: vorerst kann Norberts Mum „nur“ in einem Zweibettzimmer untergebracht werden, doch sobald ein Einbettzimmer frei wird, kann sie innhalb des Hauses „umziehen“….

Inzwischen haben wir alles organisiert, um Norberts Mum den Schritt in ihr neues Leben so angenehm und nahtlos wie möglich zu gestalten… für morgen war die Verlegung geplant, wir hatten für übermorgen einen Mietwagen gemietet, um einige persönliche Dinge zu transportieren, doch dann kam heute ein Anruf, dass Norberts Mum nicht morgen, sondern erst übermorgen  von de Reha ins Pflegeheim verlegt wird… Alles total unverhofft… und hätte Norbert nicht rein zufällig diese Woche noch Urlaub, dann wäre die ganze Organisation wahrscheinlich kaum machbar gewesen. …..

 

 

Ich kann’s nicht lassen…

…und habe heute auch hier wieder das Outfit meines Tagebuchs etwas geändert….*grins* Manch einem fällt es vielleicht gar nicht auf, denn die Änderungen sind nicht allzu groß, und den Header (Kopfbereich der Webseite) habe ich nicht verändert, denn die Fotomontage mit Jill gefällt mir nach wie vor unheimlich gut….

Bei denen, die nach meiner gestrigen Ankündigung sehen wollten, welche farblichen Veränderungen ich an meiner privaten Homepage vorgenommen habe, muss ich mich entschuldigen, denn ich hatte es zwar auf den Server hochgeladen, aber nicht aktiviert. Sorry, das habe ich heute Vormittag nachgeholt… Falls wiederkehrende Besucher keine Veränderungen sehen können, dann entweder den Browser-Cache leeren oder mit rechter Maustaste auf die Seite klicken und „Seite neue laden“ auswählen, denn die Browser „merken“ sich früher aufgerufene Seiten und speichern diese im Cache. Das ist oft der Grund, warum Seiten nicht im aktualisierten Zustand angezeigt werden.

Nun ist es schon wieder mächtig spät geworden, darum für heute genug…

 

Heute waren wir…..

….bei der Geburtstagsfeier meiner langjährigen Freundin Gisela. Von 1979 bis 1989 waren wir in Berlin-Weißensee Nachbarinnen, danach sah man sich nur noch selten, weil ich kurz nach Maueröffnung übergesiedelt war, und heute wohnen wir jeder am anderen Ende von Berlin….

Da es ein runder Geburtstag war, fand die Feier in einer Lokalität statt. Norbert hatte vorher Bedenken, dass er sich unter den Gästen etwas verloren vorkommen wird, weil er ja von den vielen Leuten bisher nur Gisela kannte, doch dann plauderte er mal hier und mal dort und fühlte sich auch wohl….*schmunzel*

Ich selber sah auf der Feier Giselas Familie wieder, die ich damals alle kannte, aber seit der Wende auch nicht mehr sah… Manchmal finde ich es fast schon erstaunlich, dass man  Leute nach über 20 Jahren trotzdem noch erkennt… Selbst Giselas Söhne, die damals Kinder waren und heute erwachsene Männer sind, haben sich in meinen Augen kaum verändert, denn ich habe sie sofort erkannt. Alles in allem, ich habe mich gefreut, dass wir bei der Feier waren….

….auch wenn die Hinfahrt zur Feier ziemlich stressig war, denn durch den Berlin-Marathon sind dieses Wochenende tagsüber unheimlich viele Straßen gesperrt. Da wir aber am westlichen Berliner Stadtrand (Spandau) wohnen und die Feier im weit östlichen Stadtteil Lichtenberg stattfand, mussten wir die Marathon-Strecke weiträumig umfahren. Auch abends auf dem Heimweg konnte ich nicht den kürzesten Weg fahren, weil auch nachts nicht alle Straßensperrungen aufgehoben waren. Als wir dann gegen 23 Uhr zu hause ankamen, hatten wir eine Fahrstrecke von über 60 km hinter uns…

Übrigens habe ich in der letzten Woche noch einmal an meiner Homepage gearbeitet. Mir kam nämlich die Idee, jedem Thema (Familie, Hobbys usw.) und dessen Unterseiten eine eigene Farbe zu geben. Nun habe ich es online gestellt.

Abends die „Arbeit“ am Computer ist für mich oft ein Ausgleich für den Alltagsstress, und davon haben wir derzeit reichlich. Doch „bastele“ ich dann an der HP oder beschäftige mich mit Grafikprogrammen, kann ich dabei abschalten…

Aber nach unserer Rückkehr von der Geburtstagsfeier sind nun gut 2 Stunden vergangen, und von unserem derzeitigen Stress werde ich dann in den nächsten Tagen ausführlicher berichten….

 

Gedankenlos oder naiv?

Vor einigen Tagen bekam ich folgende Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe ein Forum,und ich dort auch eine Kategorie für Stenenkinder , und wollte ich Sie um Erlaubniss Fragen ob ich Ihre Seite auch mit in meinem Forum aufnehmen darf sowie evtl auch Textausschnitte und auch Bilder Ihres Sohnen einbringen darf ?

Natürlich mit den Hinweis zur ihrere Seite das ist selbstverständlich.

Sie können sich das Forum gerne ansehen und schauen wo Ihr Kind aufgenommen werden soll.Ich bin erst im aufbau des Forums daher ist noch nicht allzuviel darin zu lesen

Ich hoffe ich bekomme von Ihnen eine positive Mitteilung zur Genehmigungsanfrage.

Hier ist der Link zu meinem Forum xxxxxxxxx.

Vieleicht ist mein Forum auch für Sie Interessant und Sie könnten sich mit anderen betroffenen Eltern auf dieser Plattform untereinander austauschen.

Ps. Es tut mir sehr leid was mit Ihrem Kind passiert ist. Solche Themen gehen mir immer sehr nahe.

Mit freundlichen Grüߟen

xxxxxx

Aufgrund des Textes ging ich mal in meine Besucherstatistik und sah dann dies:

 

Beim Anklicken des Bildes erscheint es vergrößert

Beachtenswert finde ich die Aktionen des Besuchers, denn man kam durch einen Link in einem anderen Gästebuch  auf Janas und Marios Gedenkseite . Aber man sah sich nach der Startseite  der HP keine weiteren Seiten an, sondern ging sofort auf das Kontaktformular und setzte einen anscheinend vorgefertigten Text ein. Nicht nur peinlich, sondern fast schon makaber, dass man mich fragt, ob man Textausschnitte der HP und Bilder meines Sohnes einbringen darf. So dauerte der Besuch auf Janas HP auch nur knapp zweieinhalb Minuten.

Traurig nur, dass jemand, der ein Trauerforum eröffnet, so oberflächlich und gedankenlos Kontakt aufnimmt… Habe lange überlegt, ob ich auf die Anfrage reagiere, doch habe heute darauf geantwortet:

 

Hallo xxxxx,
vielen Dank für Ihre Anfrage, aber Sie wollen eine Webseite verlinken, deren Inhalt Sie gar nicht kennen?
Aufgrund meiner Besucherstatistik kenne Ihr Betriebssystem (Win XP), Ihre Bildschirmauflösung (1280×800)  und Ihren Internet-Provider (Alice)….  So weiß ich aber auch, dass Sie über den Link in einem anderen Gästebuch auf die Startseite der Gedenkseite kamen, doch haben dann lediglich zum Kontaktformular gewechselt und nach dem Schreiben einer offensichtlich vorgefertigten Nachricht die Webseite nach nicht einmal 3 Minuten wieder verlassen….
Sie fragen, ob Sie Textausschnitte und Bilder meines Sohnes einbringen dürfen…. Welche Textausschnitte, wenn Sie gar nichts gelesen haben? …und übrigens ist die Gedenkseite nicht für meinen Sohn, sondern für meine Tochter…
Sicher verfolgen Sie mit Ihrem Forum gute Absichten, doch vielleicht wäre es ratsam, wenn Sie in Ihrem Eifer auch daran denken, dass man bei diesem Thema erst einmal den Inhalt der Gedenkseiten kennenlernen sollte und lieber persönliche statt Serien-Mails versenden sollte…
Sicher verstehen Sie nun auch, warum ich vorerst eine Verlinkung ablehne….
MfG
Eva

Kann mir vorstellen, dass auf diese Mail keine Antwort kommt…