Monatsarchive: Mai 2012

Joschi ist da :-)))

Joschi habe ich mein neues Auto getauft… 🙂

Nachdem am letzten Freitag alles gut ablief und ich auch mit meiner Freundin Maria in Stuttgart noch ein paar nette Stunden verbracht habe, war ich gegen 20 Uhr wieder in Berlin und einfach nur glücklich. Normalerweise hätte mich eine Fahrstrecke von 640 km genervt, aber mit dem neuen Auto machte es einfach nur Spaß….

…und nun muss ich mich fast schon selber kneifen, um zu begreifen, dass ich nicht träume. Am liebsten würde ich dreimal am Tag einkaufen fahren, nur, um das neue Fahrgefühl genießen zu können 🙂 Aber ich denke mal, dass es jedem so geht, der ein neues Auto hat….

Doch auch von Mei Lee gibt es Neuigkeiten…

Sie war ja am 2. Mai inzwischen ein halbes Jahr alt, und wir hatten bereits seit einer Woche das Gefühl, als fängt sie an zu pubertieren. Das äußert sich bei Hunden so, dass sie das bisher Erlernte scheinbar „vergessen“ haben und Herrchen/Frauchen damit fast zur Verzweiflung treiben…. Gestern Abend fiel mir dann auf, dass Mei Lee nicht wie jeden Tag in ihrer Hundebox schlief, sondern die Nähe zu uns suchte. So lag sie entweder unter meinem Computerstuhl oder bei Herrchen dicht an der Couch…

…und heute früh bemerkte ich, dass sie bereits zum ersten Mal heiß ist….

Ich rief den Züchter an und teilte ihm die Neuigkeiten mit. Dabei erfuhr ich aber auch, dass ich mir keine Sorgen machen muss…

 

 

Abenteuer Autokauf…

Im stattlichen Alter von 23 Jahren hatte das Auto von Norberts Tochter Momo und ihrem Mann endgültig seinen Dienst versagt, und so führte der letzte Weg des Ford Sierra nur noch in die Schrottpresse…

Norbert wollte sein Auto eigentlich auch schon vor einiger Zeit abschaffen, weil auf seiner Fahrstrecke zur S-Bahn Baumaßnahmen geplant sind und er dann nur noch im Stau stehen würde… doch die scheinen verschoben zu sein, also hat Norbert sein Auto noch…

Nun fragte Momo mal vorsichtig an, wann Papa denn sein Auto abschafft…*grins*

Natürlich wollte Norbert gern helfen, doch erbat sich auch Bedenkzeit. Auch ich machte mir so meine Gedanken, denn seit einiger Zeit spare ich bereits auf einen neueren Gebrauchten, denn nach über 7 Jahren in meinem Besitz ist mein Auto auch schon 14 Jahre…

Norbert und ich, wir überlegten und beschlossen dann das Nachrückprinzip: Norberts alter Opel-Astra (Baujahr 1995) geht an seine Tochter und ihren Mann, Norbert nimmt meinen alten Mercedes, und ich kümmere mich um eine neueren Gebrauchten…

Damit ging das Abenteuer aber erst richtig los. Ich suchte im Internet nach Gebrauchtwagen und freundete mich mit der Mercedes B-Klasse an.

Ein Angebot bei einem privaten Autohändler hatte es mir besonders angetan.

Hier das Angebot von —> Premium-Cars bei Autoscout24

Sehr verlockend, also kontaktierte ich den Händler.

Dann habe ich mir das Auto angesehen und war so hin und weg, dass es mir schon wieder unheimlich war. Der Händler versicherte mir, dass bei diesem Wagen nach einem kleinen Schaden lediglich die Stoßstange erneuert und die Motorhaube  neu lackiert wurde und bei diesem „Mini-Schaden“ keine tragenden Teile Schaden genommen haben. Auch zeigte er mir bereitwillig den Kfz-Brief, der wirklich nur einen Vorbesitzer auswies, doch die Rechnung von der Reparatur konnte er mir leider nicht vorlegen…

Der Händler war supernett, eben wie alle, die etwas verkaufen wollen, und er hatte auf alle Fragen eine Antwort. Im Laufe des Gesprächs bekam er aber auch mit wie misstrauisch ich bin. Klar, er wäre ja auch nicht der erste gewesen, der versucht hätte, mich über den Tisch zu ziehen.  Dann meinte er, dass er doch nichts davon hätte, wenn er mir etwas falsches erzählen würde, denn er möchte zufriedene Kunden, die ihn auch weiterempfehlen. Ich erbat mir trotzdem ein bis zwei Tage Bedenkzeit. bevor ich mich entscheide…. aber  hatte mir gleichzeitig auch den Namen und die Adresse der im Kfz-Brief eingetragenen Vorbesitzerin gemerkt… 😉

…und als ich diese am nächsten Tag sogar im örtlichen Telefonbuch fand, rief ich sie einfach an… Frau K. war sehr nett und gab mir bereitwillig Auskunft. Sie hatte tatsächlich einen Auffahrunfall, doch der dabei entstandene Schaden deckte sich nicht mit den Angaben des Autohändlers. Frau K. erzählte mir, dass sich nach dem Unfall nicht einmal mehr die Fahrertür öffnen lies und das Auto bei der Begutachtung durch die Versicherung als Totalschaden eingestuft wurde

Ich bin fast vom Glauben abgefallen und war so wütend, dass ich dem Autohändler am liebsten die Meinung gesagt hätte, doch was hätte es mir gebracht? Außerdem denke ich, dass ich es nicht nötig habe, jemandem klar zumachen, dass ich weder blond noch blöd bin 😉  Solche Leute straft man am besten durch Nichtachtung, also habe ich mich nicht mehr gemeldet.

Obwohl ich eigentlich nicht zu den Leuten gehöre, die alle über einen Kamm scheren, doch leider liegt die Quote meiner negativen Erfahrungen mit privaten Autohändlern bei 100%:

+++++ Das erste Mal: 1996 kaufte ich einen gebrauchten 190-er Mercedes mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe, doch als ich den 5. Gang vermisste, bekam ich zur Antwort: „Na ja, vier Vorwärtsgänge und ein Rückwärtsgang“  

 

+++++ Das zweite Mal: Im Sommer 2002 gaben wir mit Jana den 190-er in Zahlung, um wegen der Hunde einen gebrauchten Kombi (Ford-Mondeo) zu kaufen. Leider habe ich mir vorher nicht die Papiere zeigen lassen, denn er hatte weniger PS als im Angebot angegeben. Der Händler entschuldigte sich lächelnd für diesen „kleinen Schreibfehler“…

 

+++++ Das dritte Mal: Januar 2005 gab ich dann den Mondeo in Zahlung für meine jetzige C-Klasse. Dieses Auto war Liebe auf den ersten Blick, hatte zwei Vorbesitzer und war unfallfrei. Doch um das Auto zu besichtigen, musste ich in eine Lackiererei fahren, und ich war nicht der dritte, sondern der vierte Besitzer..

 

+++++ Das vierte  Mal: …wollte man mich nochmals für blöd verkaufen, doch es hat nicht geklappt

 

Folgerichtig traue ich nun keinem privatem Autohändler mehr, und die logische Konsequenz war, dass ich den neuen Gebrauchten nicht mehr bei irgendwelchen Händlern suchte, sondern direkt bei Mercedes, denn dort gibt es nicht nur die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung, sondern echte Gebrauchtwagen-Garantie.  Doch auch diese Suche war sehr mühsam, denn in Berlin konnte ich in meiner Preiskategorie nichts finden

Fündig wurde ich rein zufällig in Stuttgart, wo eine C-Klasse mein Herz eroberte, und scheinbar bekommt man Gebrauchte dort sogar günstiger als in Berlin…

So werde ich am kommenden Freitag (18.Mai) meinen neuen Gebrauchten abholen, eine etwas über 3 Jahre „alte“ C-Klasse (Kombi) mit nur 36.000 km…. und als so genannter „Junger Stern“ hat dieses Auto sogar eine 2-jährige Gebrauchtwagen-Garatie nebst einem 10-tägigen Umtauschrecht.

Nachdem alle Formalitäten (Kaufvertrag und Überweisung) abgewickelt waren, bekam ich vor drei Tagen schon per DHL-Express den Fahrzeugbrief… und am Dienstag fahre ich mit Momo’s Mann zur Zulassungsstelle, wo wir dann alle Autos um- und anmelden werden…..

…und bevor die Frage kommt, wie ich in Stuttgart ein Auto ungesehen kaufen kann, muss ich sagen, dass es nicht ganz so ist, denn ich habe dort eine Freundin, deren Mann selber bei Mercedes arbeitet und der sich das Auto angesehen hat 😉 So erfuhr ich von ihm, dass es wirklich nichts zu bemängeln gibt und das Auto nebst seiner Ausstattung ein wahres Schnäppchen ist.

Der Link zum Online-Angebot meines Autos auf der Homepage der Stuttgarter Mercedes-Niederlassung ist leider nicht mehr verfügbar, denn nach der Kauf-Bestätigung wurde es gelöscht, doch natürlich hat der Mann meiner Freundin einige Fotos gemacht… Einige davon hier:

(zum Vergrößern anklicken)

                              

 

…und hier noch mein Lieblingsfoto 😉

 

 

Am kommenden Freitag fliege ich also nach Stuttgart, um das Auto abzuholen… hätte zwar auch mit dem ICE fahren können, doch wenn man für den gleichen Preis nach bereits einer guten Stunde in Stuttgart sein kann, fällt die Wahl wohl eher auf den Flieger, gell  😉

So, und nun muss ich nur noch 5 mal schlafen 😉 Allerdings ist bei aller Vorfreude auf den neuen Gebrauchten auch wieder eine ganze Portion Wehmut dabei, denn mein „Felix“ war ein treuer Gefährte, aber da er in der Familie bleibt, sehe ich ihn ja immer noch täglich, und Norbert wird sicher noch viel Freude mit ihm haben.Falls die Baumaßnahmen auf seiner Fahrtrecke wirklich nicht mehr stattfinden, wird er ihn noch genau drei Jahre fahren, denn dann geht er in Pension, und ab dann werden wir ohnehin nur noch ein Auto haben. Doch sollten die Baumaßnahmen noch vorher stattfinden, wird Felix nicht verkauft, sondern nochmals und vorzeitig vorzeitig nachrücken….