Monatsarchive: November 2012

Fortsetzung zu einem alten Thema…

 

Am 17. Juli schrieb ich den Artikel  „Getroffene Hunde bellen – auf Qype…“

Ist ja schon eine Weile her, doch in der Besucherstatistik sehe ich immer wieder, dass es nicht nur Stammleser gibt, die nachschauen, was es bei uns gerade Neues gibt, sondern viele auch rein zufällig durch bestimmte Suchbegriffe in meinem Tagebuch „landen“

So hatte ich heute morgen eine Benachrichtigungsmail im Postfach, wo mir jemand zum o.g. Beitrag einen Kommentare zukommen lies:

Hallo
Rein zufällig landete ich auf deinem Blog und möchte dir für diesen Bericht ein Kompliment aussprechen, bestätigt er doch, was auch ich von privaten Autohändlern halte. Wer einen fast neuen und unfallfreien Mercedes Benz mit nur wenigen km abgibt, verkauft ihn bestimmt nicht an solch einen Händler, sondern gibt ihn direkt bei Mercedes Benz in Zahlung… und solche unfallfreien und gut erhaltenen Wagen verkauft MB als Jungen Sterne mit 2 Jahren Vollgarantie.
Luxuskarossen mit wenigen km, die man bei solchen Händlern findet (und davon hat dieser Händler scheinbar reichlich), sind allzu oft Unfallautos, die von Versicherungen aufgekauft werden, preisgünstig neu aufgebaut werden (meist in Polen), um dann als tolles Angebot verkauft zu werden. Man muss ja nicht schwindeln, wenn man nicht alles erzählt, und dass Stoßstange und Motorhaube erneuert wurden, war somit nicht falsch ;-)

Habe aufgrund dieses Artikels auch deine Beurteilung von Premium-Cars auf Qype gelesen. Seitdem folgen ja nur noch positive Einträge, meist von gerade neu angemeldeten Nutzern. Ein Schelm, wer sich darauf seinen Reim macht ;-)

Bei uns in Stuttgart und Umgebung hätte solch einem “Straßenhändler” ohnehin kaum eine Chance.

Wie dem auch sei… Eva, dein Blog gefällt mir, mach weiter so!

Viele Grüße aus Baden-Württemberg
Paul

Lieber Paul

natürlich freue ich mich über dein Kompliment und deinen Zuspruch 🙂 Dafür vielen Dank!

Glücklicherweise habe ich ja rechtzeitig erkannt, was ich von diesem Händler zu halten habe. Lange noch habe ich die von mir besichtigte silberfarbene B-Klasse im Angebot des Autohändlers gesehen, doch inzwischen scheint für dieses Auto eine/n Käufer/in gefunden zu haben. Was er diesem/dieser erzählt hat, wissen wir nicht. Besonders verlockend war ja, dass diese B-Klasse mit einer Webasto-Standheizung nachgerüstet war. Ich weiß nur zu gut, wie es einem geht, wenn man sich erst einmal in ein Auto verliebt hat, vor allem, wenn es nur 35Tkm auf dem Tacho hat. Doch nun wissen wir ja, dass dieses Auto nach einem Totalschaden neu aufgebaut war.

Lieber Paul, ich weiß  nicht, ob du nach deiner zufälligen Landung in meinem Tagebuch auch noch gelesen hast, wie ich mich letztendlich entschieden habe: Ich habe mir in Stuttgart einen jungen Stern gekauft  und ihn auch persönlich abgeholt 🙂

Nochmals danke für deine Zeilen und deinen Zuspruch…. und viele Grüße in die Stadt mit dem schönsten Stern…. 🙂

 

 

Madbid – Wer gewinnt hier wirklich…???

 

Ein relativ neuer Trend im Internet scheinen die 1-Cent-Auktionen zu sein.

Ich habe es vor einiger Zeit mal bei —> Madbid ausprobiert…

Nach erfolgter Anmeldung und Registrierung kann man so genannte „Bids“ kaufen. Vergleichbar mit den Jetons vom Roulette braucht man sie, um Gebote abzugeben. So kann man z.B. ein Paket mit 420 Bids für 49,99 € erwerben, das heißt: pro Bid 11,9 Cent

Bei jedem Gebot wird der Preis des zu ersteigernden Artikels um einen Cent erhöht, doch da staunte ich schon das erste Mal, denn pro Gebot muss man nicht nur einen Bid einsetzten, sondern je nach Artikel zwischen 6 und 8 Bids…. Bietet man also einen Cent mehr, bezahlt man nur für dieses Gebot bereits zwischen 71 und 95 Cent.

Zudem beginnt jede Auktion mit einer Auktionszeit von 2 Minuten. Das heisst, dass nach Abgabe des Gebots die Zeit rückwärts läuft, doch bietet in dieser Zeit jemand einen Cent mehr, beginnt der Countdown von vorn.

Nach einer Weile wird die Auktionszeit kürzer, irgendwann schrumpft sie auf 10 Sekunden, doch nach welchem Schema dies passiert, konnte ich noch nicht herausfinden. Aufgefallen ist mir nur, dass die Zeitspannen umso größer sind, je hochwertiger der Artikel ist.

Bei einer Auktionszeit von 10 Sekunden überschlagen sich dann die Bieter. Zeigt der Countdown 5 oder weniger Sekunden an, folgt das nächste Gebot… und wieder geht es bei 10 Sekunden los, und so geht das oft über viele Stunden….

Gerade läuft eine Auktion, wo man ein Apple-Bundle (einen iMac, ein iPad, ein iPhone 4S und ein iPod) im Wert von 3200,-Euro ersteigern kann. Der Gebotspreis steht derzeit bei 340,-€, und die Auktionszeit steht bei 10 Sekunden, also läuft die Auktion bereits eine Weile….

Für diese laufende Auktion muss man pro Cent, den man mehr bietet, 7 Bids von seinem Bid-Konto einsetzen, bezahlt also für jedes Gebot ca. 83 Cent. Bei einer Auktionszeit von 10 Sekunden kann man zudem sehen, dass einige Namen von Bietern sich ständig wiederholen und abwechseln. Jeder ist bemüht, dem vorherigen Bieter in letzter Sekunde den Rang abzulaufen….

Nun ist diese Auktion inzwischen mit 343,18 € beendet, also rechnen wir mal:

7 Bids, also ca. 83 Cent, musste man pro Gebot für das Apple-Bundle zahlen. Bei einem Endpreis von 343,18 €  wurden also  34.318 Gebote abgegeben, und multipliziert man 34.318 mit 83 Cent, kommt man auf eine Summe von 28.484,- €…  Somit hat Madbid das Apple-Bundle im Wert von 3.200,- € für 28.484,- € verkauft. Ist das nicht ein netter Gewinn für Madbid ?

Für den Gewinner der Auktion ist es sicher ein Schnäppchen, vorausgesetzt, er hat nur wenige Gebote abgegeben, doch bezahlt haben letztendlich alle Bieter, die leer ausgegangen sind 🙁

Auch mit meinen Bids für 49,99 € habe ich keine Auktion gewinnen können, obwohl ich in einem Aktionsangebot dafür die doppelte Anzahl von Bids bekam….

Natürlich habe ich mich geärgert, als ich meine 49 Euro verzockt hatte, doch vielleicht war es nicht umsonst, wenn ich mit diesem Beitrag einige vor solchen 1-Cent-Auktionen warnen kann. Im Internet gibt es einige Seiten, wo Gewinner von Auktionen Werbung für diese 1-Cent-Auktionen machen. Doch 1-Cent-Auktionen erinnern mich irgendwie an Roulette, wo es auch nur selten Gewinner gibt, weil ohnehin immer nur die Bank gewinnt, und die Bank ist in diesem Fall Madbid …

Ich bin ja nun schon ein Fuchs in Sachen Internet… und dennoch kostete mich diese Erfahrung knappe 50 Euro….  Es tat zwar weh, doch für schlechte Erfahrungen muss man meistens auch Lehrgeld bezahlen. Allerdings gibt es sicherlich Leute, welche nicht so schnell erkennen, dass man bei einer 1-Cent-Auktion kaum eine Gewinnchance hat, denn die Chance zu gewinnen ist eigentlich nicht viel größer, als wenn man beim Roulette auf eine Zahl setzt….

…und so hoffe ich, dass einige aufgrund meines Erfahrungsberichtes ihr Geld nicht noch denen in den Rachen schmeißen, deren Brieftasche ohnehin schon aus den Nähten platzt….

Fazit: Es ist schon erstaunlich, welche neuen Geschäftsideen durch das Internet entstehen. Gut präsentiert machen sie nicht nur neugierig, sondern sind zudem auch sehr verlockend…. und obwohl ich bisher immer schon sehr misstrauisch war, bin ich nun um eine weitere Erfahrung reicher…

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Nachdem mich Madbid im Sommer 2016 aufgrund dieses Beitrags massiv wegen Geschäftsschädigung kontaktierte, füge ich im Oktober 2016 folgendes an:

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Meine geschilderten Erfahrungen mit Madbid stammen aus dem November 2012!

Die Geschäftsbedingungen und AGB’s haben sich seitdem offensichtlich geändert.

Somit kann ich jedem nur empfehlen, sich vor dem Bieten genauestens zu informieren, zumal sich laut Impressum der Geschäftssitz von Maedbid

nicht in Deutschland befindet —> http://de.madbid.com/page/impressum/

Jeder muss für sich selber entscheiden, wo und wie er sein Geld ausgibt und ob er sich auf diese Art Glücksspiel einlässt.

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Wie schon gesagt, beruht mein Beitrag aus Erfahrungen im Jahr 2012 und ist lediglich meine ganz persönliche Meinung, woraus weder Haftung noch Garantien entstehen!

 
 
Hier noch andere Webseiten mit Meinungen zu Madrid:
 
Gutschein-Magazin
 
Gewinnspiel-Test
 
 
 

Berufung – wozu?

 

Heute Mittag fuhr ich kurz zum Bäcker…

Diesen könnte ich in 15 Minuten auch gut zu Fuß erreichen, doch ein früherer Freund und Kollege sagte mal zu mir: „ein Kraftfahrer läuft maximal 60 Meter am Tag“…. Doch auch ohne diesen Spruch bin ich ja schon immer fußfaul…*grins*

Der Bäckerladen war leer, und ich wurde sofort bedient, doch während die Bedienung die Brötchen einpackte, kam eine alte Dame in den Laden und erkundigte sich nach der Arztpraxis nebenan. So hörte ich, dass der Arzt  nebenan nur Privatpatienten behandelt. Die Bedienung fragte dann die Frau, ob sie denn privat krankenversichert ist. Die alte Dame verneinte und schaute traurig… Ich stand daneben, konnte kaum glauben, was ich da gerade hörte, doch wollte mich nicht ungefragt in ein fremdes Gespräch einmischen.

Es ist mir ja nicht ganz unbekannt, dass Ärzte mit der Behandlung von Privatpatienten besser verdienen, als mit gesetzlich Versicherten. Auch mein Lebensgefährte Norbert ist ja (als Beamter) privat versichert, doch gehört nicht zu den Leuten, die das als Privileg ansehen – eher im Gegenteil – denn Norbert regt sich immer wieder darüber auf, dass im Gesundheitswesen derartige Klassenunterschiede gemacht werden.

Da Norbert nicht bei jedem Zipperlein zum Arzt geht, sondern immer so lange wartet, bis gar nichts mehrt geht, habe ich ihn bisher nur wenige Male bei Arztbesuchen begleiten können. Doch immer fiel mir auf , dass er trotz vollem Wartezimmer immer als nächster aufgerufen wurde, was Norbert jedoch fast schon peinlich war…

Doch nun gibt es offensichtlich Ärzte, die wirklich nur noch Privatpatienten behandeln… Warum haben solche Ärzte einmal Medizin studiert? Wollten sie Menschen helfen oder nur gut verdienen? Darüber mag sich sich jeder seine eigene Meinung bilden…

 

Ein trauriger Tag……

 

… der sich leider jedes Jahr wiederholt…

…und auch am 10. Todestag meiner Tochter Jana sind alle Ereignisse vor und nach ihrem Suizid allgegenwärtig…

 

http://www.jana-unvergessen.de