Monatsarchive: September 2013

Je größer die Scheine, desto größer das Problem….

 

Einige Stammleser können sich vielleicht erinnern: nach über 7 Jahren mit meinem Auto „Felix“ gab ich dieses an Norbert, und voriges Jahr im Mai flog ich nach Stuttgart, wo ich meinen neuen Gebrauchten abholte, dem ich den Namen „Joschi“ gab 🙂

 

Dies ist nun eineinhalb Jahre her… doch seit etlichen Monaten hatte der mittlerweile 15 Jahre alte „Felix“ massive Elektrik-Probleme. Selbst Auto-Werkstätten konnten die Ursache nicht dauerhaft beheben 🙁 Oft musste das Auto mit dem Notschlüssel auf- und zugeschlossen werden, da es auf den Funkschlüssel nicht mehr reagierte, und die elektrischen Fensterheber reagierten ebenso wenig wie die elektrische Verstellung der Außenspiegel. Nach einem weiteren Werkstatttermin vor einigen Wochen schien wieder alles zu funktionieren, doch vor 14 Tagen ging plötzlich gar nichts mehr.

Norbert hatte die Nase voll, denn das Auto war mittlerweile zur Nervenmühle und Sparbüchse geworden, und damit sollte Schluss sein. „Felix“ wurde verkauft. Nun fährt Norbert das knappe Jahr bis zu seiner Pensionierung nicht mehr mit dem Auto zur S-Bahn, sondern nimmt den Bus, manchmal hole ich ihn auch von der S-Bahn ab 😉

 

Die ersten Tage war es schon komisch, als „Felix“ nicht mehr vor dem Gartentor stand, denn obwohl ich mit meinem „Joschi“ richtig glücklich bin, habe ich nicht vergessen, wie viel Freude ich zuvor auch mit „Felix“ hatte, denn  mit seinen 136 PS und zuletzt nur 145.000 km war es immer noch eine Freude, ihn zu fahren.

 

Aber als wir trotz der Elektrik-Mängel einen Käufer gefunden hatten, ahnten wir nicht, dass damit ein neues Problem auf uns zukam, denn bei der Übergabe bekamen wir u.a. zwei 500-Euro-Scheine… Kein Laden nimmt uns diese Scheine ab, und selbst an unserer Tankstelle steht ein Aushang, auf dem zu lesen ist:

Wir bitten um Verständnis, dass wir keine 200;-Euro-Scheine annehmen

 

Also nehmen sie dann wohl erst recht keine 500-ter an 🙁 Bei Lidl, Aldi & Co. wird man ja schon misstrauisch angeguckt, wenn man mit einem 100-ter bezahlt, also gar nicht erst versucht…. und in einem Zeitungsladen würde das Bezahlen mit einem 500-Euro-Schein sicher mit einem Hausverbot enden smilie143

 

Nun bin ich heute zuversichtlich zu einer Sparkassenfiliale gefahren, um diese beiden  Scheine „klein zu machen“, doch ohne Erfolg. Eine Kundenberaterin sagte mir, dass ich das Geld gern am Automaten einzahlen und dann mit EC-Karte abheben kann, aber das geht eben nur, wenn man auch ein Konto bei der Sparkasse hat. Das haben wir aber nicht. Mein nächster Versuch war dann bei der Postbank, doch auch dort machte  man mir den gleichen Vorschlag wie bei der Sparkasse. Aber wir haben beide weder ein Konto bei der Sparkasse, noch bei der Postbank, sondern bei einer Direktbank, die nur online zu erreichen ist….

Ich verstehe ja, dass viele Läden und Händler Angst vor gefälschten Scheinen haben, aber warum gibt es dann diese Scheine überhaupt noch, wenn sie ohnehin in keinem Laden angenommen werden??? Nicht nur ich war nach meinem Besuch bei der Sparkasse und Postbank stinksauer. Als ich dies Norbert mittags am Telefon mitteilte, sagte er:

Da kannst du zwei 500-Euro-Scheine in der Hand haben, doch verhungerst trotzdem…

…und nach diesem Ausspruch stellte ich mir vor:

Hätte ich einem Obdachlosen einen dieser  beiden 500-Euro-Scheine in seine Sammelschale gelegt, wäre er wahrscheinlich sogar noch enttäuschter gewesen als wir.

 

Inzwischen haben wir aber eine Lösung gefunden, denn wir kennen jemanden mit einem Konto bei der Sparkasse. Diese Person wird die beiden 500-Euro-Scheine in der Filiale am Automaten auf das eigene Konto einzahlen und uns dann per Überweisung zurück überweisen. Fortschritt gut und schön, aber geht es vielleicht auch etwas  weniger umständlich????

 

Das sind Situationen, in denen man sich fragt, wie modern Fortschritt wirklich ist….. Ging da manches früher vielleicht doch einfacher und weniger umständlich?

 

kopfschüttelnde Grüsse

 

 

Seit zwei Tagen…

 

habe ich mich aufgerafft, mal unseren „Ab-stell-Keller“ zu entrümpeln…lol

 

Als ich bis Mai 2005 in einem 6-geschossigen Mietshaus mit 20 Mietparteien wohnte, hatte ich einen Keller von knapp 2 qm hatte und in der Wohnung eine noch kleinere Kammer, in der sich Handwerkszeug befand  und gerade so der Staubsauger Platz hatte. Doch hier im Einfamilienhaus von Norbert, welches seit nunmehr gut 8 Jahren mein Wohnsitz ist, ist der Keller ca. 16 qm groß….

…und alles, was einem im Weg ist , noch nicht gleich entsorgt wird oder man vielleicht  doch noch einmal gebrauchen könnte, landet eben „erst einmal“ in diesem Keller 😉 So ist mittlerweile ein Zustand eingetreten, dass man in diesem Raum kaum noch treten kann. Das hat mich schon lange genervt….

 

Also habe ich mich gestern spontan aufgerafft und mit der Sichtung begonnen, was man nicht mehr braucht. In dem Keller stehen eine alte Schrankwand und IKEA-Regale, und nach der ersten Aktion war der Kofferraum meines Autos voll mit Elektroschrott, den ich nachmittags bei einem Recyclinghof  der Berliner Stadtreinigung ablud. Heute ging es weiter, und nochmals war mein Kofferraum vollgestellt. Dieses Mal waren es alle möglichen Farbdosen, und lächeln musste ich, als auf einigen noch der Preis in DM stand 😉

 

Als Norbert heute von der Arbeit kam, habe ich ihm mehrere Kisten gezeigt, mit dessen Inhalt ich nichts anfangen konnte, denn ich wollte auch nichts entsorgen, was eventuell noch gebraucht wird. Doch auch davon landete fast alles im Müll, da man in der weiteren Aufbewahrung keinen Nutzen mehr erkennen konnte. Morgen will ich mich den Maler-Untensilien (Rollen, Pinsel etc.) „widmen“, denn auch davon wird vieles nicht mehr verwendbar sein…

 

…und so wird es sicher noch einige Zeit brauchen, bis ich den Keller vollständig entrümpelt und auch Platz geschaffen habe. Nur leider kann ich dies kaum planen, da bei mir kräftemäßig kein Tag wie der andere ist. Aber allein schon die Aussicht auf ein positives Ergebnis – egal wie lange es dauert – stimmt mich optimistisch…

 

Hört man also die nächsten Tage nicht von mir, hat die Kellerassel zu tun  smilie143

 

Ganz „nebenbei“ noch eine Neuigkeit: Seit einigen Tagen haben wir nur noch ein Auto. Mein ehemaliges Auto „Felix“, das ja seit Mai vorigen Jahres nun Norbert fuhr, ist verkauft, leider aber auch Gott sei Dank…

 

Bei Felix gab es in der letzten Zeit massive Probleme mit der Elektrik/Eöektronik. Mehrere Werkstatt-Termine brachten nichts oder hielten nur wenige Tage vor, und so entschied Norbert, das Auto nicht länger zur Sparbüchse zu machen. Es tat schon irgendwie weh, aber war dennoch die richtige Entscheidung. Nun muss Norbert zwar morgens zum Bus laufen und  kann nicht mehr vom Auto in die S-Bahn steigen, aber wir denken positiv, denn spätestens im Winter wird er sich freuen, wenn er bei Minusgraden nicht erst Scheiben kratzen oder Schnee vom Auto abfegen muss. Außerdem sieht Norbert der Pensionierung entgegen (ein knappes Jahr), und spätestens dann hätten wir ohnehin nur noch ein Auto gebraucht…

 

Lustig dagegen fand ich heute eine Begegnung mit einer Nachbarin, die ich beim Einkaufen traf… Da wurde ich gefragt, wo denn mein Mann ist, weil sein Auto schon über eine Woche nicht mehr vor dem Grundstück steht 😉

 

Ja, so ist das in einer Einfamilienhaus-Gegend, wo man weiß, welches Auto vor welchem Grundstück steht, einem natürlich sofort fremde Autos auffallen, aber eben auch, wenn eines plötzlich nicht mehr da ist smilie310

 

 

 

Gedanken über das Alter

 

Ich kann es nicht ändern, doch nun ich bin 60 Jahre alt….smilie310

 

Vor zwei Tagen konnte ich die Zeit nicht anhalten, aber warum auch…. Dennoch geht einem natürlich auch so einiges durch den Kopf…… Wenn man 20 wird, freut man sich, weil man kein Teenie mehr ist und freut sich, dass man endlich „für voll“ genommen wird, glaubt man zumindest… Am 30. Geburtstag werden manche Menschen nachdenklich, denn die absolute Jugend  ist vorbei…. Erscheint dann vor der nächsten Null die „4“,  bekommen einige die so genannte Midlife-Crisis 😉

 

Ich selber fühlte mich davon eigentlich nie betroffen, denn ich erkannte auch, dass jedes neue Lebensjahr auch Lebenserfahrung mit sich brachte. So trauere ich auch nicht der Zeit hinterher, als ich 20, 30 oder 40 war, denn aus meiner heutigen Sicht belächele ich die Vergangenheit und manche damaligen Entscheidungen…..

Ich möchte damit allerdings Lesern, die sich in diesem Alter befinden, nicht zu nahe treten. Doch ich bin mir sicher , dass sie später genauso denken werden.

 

Mein Fazit: Auch wenn man sich mit 60 körperlich nicht mehr so fit wie mit 20 fühlt, so ist dennoch jedes Alter lebenswert…

 

Verbracht habe ich meinen 60. Geburtstag in mehreren Etappen. Norbert hatte an diesem Freitag, dem 13. ;-), frei genommen. Nachmittags fuhren wir zu meiner Mum, bei der wir ca. 2 Stunden in gemütlicher Kaffeerunde verweilten.

 

Als wir wieder zu Hause waren, kamen mein Sohn Olav und meine Schwester zu uns, und wir verbrachten einige Zeit gemütlich auf der Küchenterrasse…

 

Gestern folgte dann die dritte „Etappe“ der Geburtstagsfeier, denn Norberts Kinder kamen, und da uns das Wetter wohlgesonnen war, grillten wir noch einmal….

 

 

…..und auf unserem Küchentisch ist  seit meinem Geburtstag kaum noch Platz zum Essen…

 Meine_Geburtstags-Blumen

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…..denn nicht nur Norbert, meine Schwester und mein Sohn schenkten mir Blumen, denn am Freitag klingelte  “Fleurop“ bei uns und auch DHL brachte Blumenpakete von Freunden….