Abzocke

Fortsetzung zu einem alten Thema…

 

Am 17. Juli schrieb ich den Artikel  „Getroffene Hunde bellen – auf Qype…“

Ist ja schon eine Weile her, doch in der Besucherstatistik sehe ich immer wieder, dass es nicht nur Stammleser gibt, die nachschauen, was es bei uns gerade Neues gibt, sondern viele auch rein zufällig durch bestimmte Suchbegriffe in meinem Tagebuch „landen“

So hatte ich heute morgen eine Benachrichtigungsmail im Postfach, wo mir jemand zum o.g. Beitrag einen Kommentare zukommen lies:

Hallo
Rein zufällig landete ich auf deinem Blog und möchte dir für diesen Bericht ein Kompliment aussprechen, bestätigt er doch, was auch ich von privaten Autohändlern halte. Wer einen fast neuen und unfallfreien Mercedes Benz mit nur wenigen km abgibt, verkauft ihn bestimmt nicht an solch einen Händler, sondern gibt ihn direkt bei Mercedes Benz in Zahlung… und solche unfallfreien und gut erhaltenen Wagen verkauft MB als Jungen Sterne mit 2 Jahren Vollgarantie.
Luxuskarossen mit wenigen km, die man bei solchen Händlern findet (und davon hat dieser Händler scheinbar reichlich), sind allzu oft Unfallautos, die von Versicherungen aufgekauft werden, preisgünstig neu aufgebaut werden (meist in Polen), um dann als tolles Angebot verkauft zu werden. Man muss ja nicht schwindeln, wenn man nicht alles erzählt, und dass Stoßstange und Motorhaube erneuert wurden, war somit nicht falsch ;-)

Habe aufgrund dieses Artikels auch deine Beurteilung von Premium-Cars auf Qype gelesen. Seitdem folgen ja nur noch positive Einträge, meist von gerade neu angemeldeten Nutzern. Ein Schelm, wer sich darauf seinen Reim macht ;-)

Bei uns in Stuttgart und Umgebung hätte solch einem “Straßenhändler” ohnehin kaum eine Chance.

Wie dem auch sei… Eva, dein Blog gefällt mir, mach weiter so!

Viele Grüße aus Baden-Württemberg
Paul

Lieber Paul

natürlich freue ich mich über dein Kompliment und deinen Zuspruch 🙂 Dafür vielen Dank!

Glücklicherweise habe ich ja rechtzeitig erkannt, was ich von diesem Händler zu halten habe. Lange noch habe ich die von mir besichtigte silberfarbene B-Klasse im Angebot des Autohändlers gesehen, doch inzwischen scheint für dieses Auto eine/n Käufer/in gefunden zu haben. Was er diesem/dieser erzählt hat, wissen wir nicht. Besonders verlockend war ja, dass diese B-Klasse mit einer Webasto-Standheizung nachgerüstet war. Ich weiß nur zu gut, wie es einem geht, wenn man sich erst einmal in ein Auto verliebt hat, vor allem, wenn es nur 35Tkm auf dem Tacho hat. Doch nun wissen wir ja, dass dieses Auto nach einem Totalschaden neu aufgebaut war.

Lieber Paul, ich weiß  nicht, ob du nach deiner zufälligen Landung in meinem Tagebuch auch noch gelesen hast, wie ich mich letztendlich entschieden habe: Ich habe mir in Stuttgart einen jungen Stern gekauft  und ihn auch persönlich abgeholt 🙂

Nochmals danke für deine Zeilen und deinen Zuspruch…. und viele Grüße in die Stadt mit dem schönsten Stern…. 🙂

 

 

Madbid – Wer gewinnt hier wirklich…???

 

Ein relativ neuer Trend im Internet scheinen die 1-Cent-Auktionen zu sein.

Ich habe es vor einiger Zeit mal bei —> Madbid ausprobiert…

Nach erfolgter Anmeldung und Registrierung kann man so genannte „Bids“ kaufen. Vergleichbar mit den Jetons vom Roulette braucht man sie, um Gebote abzugeben. So kann man z.B. ein Paket mit 420 Bids für 49,99 € erwerben, das heißt: pro Bid 11,9 Cent

Bei jedem Gebot wird der Preis des zu ersteigernden Artikels um einen Cent erhöht, doch da staunte ich schon das erste Mal, denn pro Gebot muss man nicht nur einen Bid einsetzten, sondern je nach Artikel zwischen 6 und 8 Bids…. Bietet man also einen Cent mehr, bezahlt man nur für dieses Gebot bereits zwischen 71 und 95 Cent.

Zudem beginnt jede Auktion mit einer Auktionszeit von 2 Minuten. Das heisst, dass nach Abgabe des Gebots die Zeit rückwärts läuft, doch bietet in dieser Zeit jemand einen Cent mehr, beginnt der Countdown von vorn.

Nach einer Weile wird die Auktionszeit kürzer, irgendwann schrumpft sie auf 10 Sekunden, doch nach welchem Schema dies passiert, konnte ich noch nicht herausfinden. Aufgefallen ist mir nur, dass die Zeitspannen umso größer sind, je hochwertiger der Artikel ist.

Bei einer Auktionszeit von 10 Sekunden überschlagen sich dann die Bieter. Zeigt der Countdown 5 oder weniger Sekunden an, folgt das nächste Gebot… und wieder geht es bei 10 Sekunden los, und so geht das oft über viele Stunden….

Gerade läuft eine Auktion, wo man ein Apple-Bundle (einen iMac, ein iPad, ein iPhone 4S und ein iPod) im Wert von 3200,-Euro ersteigern kann. Der Gebotspreis steht derzeit bei 340,-€, und die Auktionszeit steht bei 10 Sekunden, also läuft die Auktion bereits eine Weile….

Für diese laufende Auktion muss man pro Cent, den man mehr bietet, 7 Bids von seinem Bid-Konto einsetzen, bezahlt also für jedes Gebot ca. 83 Cent. Bei einer Auktionszeit von 10 Sekunden kann man zudem sehen, dass einige Namen von Bietern sich ständig wiederholen und abwechseln. Jeder ist bemüht, dem vorherigen Bieter in letzter Sekunde den Rang abzulaufen….

Nun ist diese Auktion inzwischen mit 343,18 € beendet, also rechnen wir mal:

7 Bids, also ca. 83 Cent, musste man pro Gebot für das Apple-Bundle zahlen. Bei einem Endpreis von 343,18 €  wurden also  34.318 Gebote abgegeben, und multipliziert man 34.318 mit 83 Cent, kommt man auf eine Summe von 28.484,- €…  Somit hat Madbid das Apple-Bundle im Wert von 3.200,- € für 28.484,- € verkauft. Ist das nicht ein netter Gewinn für Madbid ?

Für den Gewinner der Auktion ist es sicher ein Schnäppchen, vorausgesetzt, er hat nur wenige Gebote abgegeben, doch bezahlt haben letztendlich alle Bieter, die leer ausgegangen sind 🙁

Auch mit meinen Bids für 49,99 € habe ich keine Auktion gewinnen können, obwohl ich in einem Aktionsangebot dafür die doppelte Anzahl von Bids bekam….

Natürlich habe ich mich geärgert, als ich meine 49 Euro verzockt hatte, doch vielleicht war es nicht umsonst, wenn ich mit diesem Beitrag einige vor solchen 1-Cent-Auktionen warnen kann. Im Internet gibt es einige Seiten, wo Gewinner von Auktionen Werbung für diese 1-Cent-Auktionen machen. Doch 1-Cent-Auktionen erinnern mich irgendwie an Roulette, wo es auch nur selten Gewinner gibt, weil ohnehin immer nur die Bank gewinnt, und die Bank ist in diesem Fall Madbid …

Ich bin ja nun schon ein Fuchs in Sachen Internet… und dennoch kostete mich diese Erfahrung knappe 50 Euro….  Es tat zwar weh, doch für schlechte Erfahrungen muss man meistens auch Lehrgeld bezahlen. Allerdings gibt es sicherlich Leute, welche nicht so schnell erkennen, dass man bei einer 1-Cent-Auktion kaum eine Gewinnchance hat, denn die Chance zu gewinnen ist eigentlich nicht viel größer, als wenn man beim Roulette auf eine Zahl setzt….

…und so hoffe ich, dass einige aufgrund meines Erfahrungsberichtes ihr Geld nicht noch denen in den Rachen schmeißen, deren Brieftasche ohnehin schon aus den Nähten platzt….

Fazit: Es ist schon erstaunlich, welche neuen Geschäftsideen durch das Internet entstehen. Gut präsentiert machen sie nicht nur neugierig, sondern sind zudem auch sehr verlockend…. und obwohl ich bisher immer schon sehr misstrauisch war, bin ich nun um eine weitere Erfahrung reicher…

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Nachdem mich Madbid im Sommer 2016 aufgrund dieses Beitrags massiv wegen Geschäftsschädigung kontaktierte, füge ich im Oktober 2016 folgendes an:

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Meine geschilderten Erfahrungen mit Madbid stammen aus dem November 2012!

Die Geschäftsbedingungen und AGB’s haben sich seitdem offensichtlich geändert.

Somit kann ich jedem nur empfehlen, sich vor dem Bieten genauestens zu informieren, zumal sich laut Impressum der Geschäftssitz von Maedbid

nicht in Deutschland befindet —> http://de.madbid.com/page/impressum/

Jeder muss für sich selber entscheiden, wo und wie er sein Geld ausgibt und ob er sich auf diese Art Glücksspiel einlässt.

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Wie schon gesagt, beruht mein Beitrag aus Erfahrungen im Jahr 2012 und ist lediglich meine ganz persönliche Meinung, woraus weder Haftung noch Garantien entstehen!

 
 
Hier noch andere Webseiten mit Meinungen zu Madrid:
 
Gutschein-Magazin
 
Gewinnspiel-Test
 
 
 

Getroffene Hunde bellen – auf Qype….

Die Vorgeschichte:

Stammleser können sich sicher noch an den Beitrag „Abenteuer Autokauf“ erinnern. Darin erzählte ich unter anderem, wie sehr ich mich über einen privaten Autohändler geärgert hatte. Dieser hatte mir bei der Besichtigung einer B-Klasse erzählt, dass bei dem Auto lediglich die Stoßstange erneuert und die Motorhaube neu lackiert wurde und bei diesem kleinen Schaden keine tragenden Teile beschädigt wurden. Aber da ich mir bei der Einsicht in den Fahrzeugbrief Namen und Adresse der Vorbesitzerin gemerkt hatte, kontaktierte ich sie am nächsten Tag, nachdem ich sie im Telefonbuch fand. So erfuhr ich, was mir der Händler leider verschwieg… Es gab zwar einen Auffahrunfall, doch bei diesem nahmen nicht nur Stoßstange und Motorhaube Schaden, sondern nicht einmal mehr die Fahrertür lies sich danach öffnen.Frau K. sagte, dass die Versicherung das Auto als Totalschaden einstufte..

….und nun gibt es eine Fortsetzung:

Im Internet gibt es ja Portale, wo man Firmen, Dienstleister, Gaststätten u.a. bewerten und seine Erfahrungen mitteilen kann. Das größte und anscheinend auch bekannteste Bewertungsportal ist —> Qype  Solche Beurteilungen können sehr hilfreich sein, vor allem, wenn man etwas sucht und gern wissen möchte wie zufrieden die bisherigen Kunden waren. Ich stieß vor einiger Zeit eigentlich rein zufällig auf Qype, und da ich es als sehr hilfreich und informativ empfand, habe mich dort angemeldet, um auch meine Erfahrungen mit Firmen und Dienstleistern anderen mitzuteilen.

Vor einigen Tagen kam ich auf die Idee, in der Suchfunktion von Qype einfach mal nach dem o.g. Autohändler Premium Cars Berlin Berbati & Hammes GbR  zu suchen…. und wurde auch fündig. Also schrieb ich, was ich erlebt hatte. Aber danach hatte ich den Eindruck, als hätte ich in ein Wespennest gestochen. Von Qype bekam ich eine Mail, dass ich meine Beurteilung bitte bearbeiten möchte, denn der Autohändler hatte sich über mich beschwert. Ich „entschärfte“ also meine Beurteilung, und der Autohändler schrieb ellenlange Kommentare. Gleichzeitig kam eine positive Beurteilung mit 5 Sternen von einem neu angemeldeten Qype-Nutzer,  und so ging der Durchschnitt der Bewertungen auf den Mittelwert von drei Sternen …. 😉

Am nächsten Tag schaute ich wieder bei Qype rein, suchte nach „Premium Cars“ in Falkensee, doch stutzte…. Da gab es zwar die Firma, doch die Anzahl der Beurteilungen war NULL… Letztendlich fand ich dann heraus , dass es diese Firma bei Qype gleich zweimal gab, einmal unter „Premium Cars Berlin Berbati & Hammes GbR“, ein zweites Mal nur als „Premium Cars“, doch die Kontaktdaten waren die gleichen. Also schrieb ich auch dort, wo es noch keine Beurteilung gab, meinen Erfahrungsbericht, und damit hatte man wohl nicht gerechnet. Nur wenige Minuten später erschien zu meinem Bericht dieser Kommentar:

Sehr geehrte Frau Meilee,

ich werde auch diesen Beitrag bei Qype melden.
Kommentare werde ich hier nicht mehr angeben.

Liebe Leser, bitte schauen Sie sich meine Stellungnahme unter der richtigen Firmierung Premium Cars Berlin an.

Vielen Dank
Der Inhaber.

Doch auch ich habe mich an Qype gewandt und denen mitgeteilt, dass diese Firma gleichzeitig zwei Bewertungsportale hat. Danach hat sich Qype für diese Info bedankt und wollte das überprüfen… und nachdem ich heute nach Premium Cars gesucht habe, gibt es diesen Autohändler bei Qype inzwischen nur noch einmal 😉

hier der —>  Link zu meinem Bericht und den Kommentaren des Inhabers

Übrigens fand ich auch bei Google Beurteilungen zu diesem Händler  —> die man hier lesen kann

Am liebsten hätte ich auch dort noch einmal meinen Bericht niedergeschrieben, doch bevor man sich in dem Portal von Google registriert, muss man einer Datenschutzerklärung zustimmen, allerdings war mir diese einfach nur suspekt…

Mein persönliches Fazit: Egal ob unfreundliche Verkäufer, schlechte Bedienung oder lauwarmes Essen in Gaststätten, auf Qype kann man dies anderen mitteilen. Aber ebenso kann man auch besonderen Service loben und empfehlen. Ist doch eine feine Sache und sehr hilfreich, oder?

Abenteuer Autokauf…

Im stattlichen Alter von 23 Jahren hatte das Auto von Norberts Tochter Momo und ihrem Mann endgültig seinen Dienst versagt, und so führte der letzte Weg des Ford Sierra nur noch in die Schrottpresse…

Norbert wollte sein Auto eigentlich auch schon vor einiger Zeit abschaffen, weil auf seiner Fahrstrecke zur S-Bahn Baumaßnahmen geplant sind und er dann nur noch im Stau stehen würde… doch die scheinen verschoben zu sein, also hat Norbert sein Auto noch…

Nun fragte Momo mal vorsichtig an, wann Papa denn sein Auto abschafft…*grins*

Natürlich wollte Norbert gern helfen, doch erbat sich auch Bedenkzeit. Auch ich machte mir so meine Gedanken, denn seit einiger Zeit spare ich bereits auf einen neueren Gebrauchten, denn nach über 7 Jahren in meinem Besitz ist mein Auto auch schon 14 Jahre…

Norbert und ich, wir überlegten und beschlossen dann das Nachrückprinzip: Norberts alter Opel-Astra (Baujahr 1995) geht an seine Tochter und ihren Mann, Norbert nimmt meinen alten Mercedes, und ich kümmere mich um eine neueren Gebrauchten…

Damit ging das Abenteuer aber erst richtig los. Ich suchte im Internet nach Gebrauchtwagen und freundete mich mit der Mercedes B-Klasse an.

Ein Angebot bei einem privaten Autohändler hatte es mir besonders angetan.

Hier das Angebot von —> Premium-Cars bei Autoscout24

Sehr verlockend, also kontaktierte ich den Händler.

Dann habe ich mir das Auto angesehen und war so hin und weg, dass es mir schon wieder unheimlich war. Der Händler versicherte mir, dass bei diesem Wagen nach einem kleinen Schaden lediglich die Stoßstange erneuert und die Motorhaube  neu lackiert wurde und bei diesem „Mini-Schaden“ keine tragenden Teile Schaden genommen haben. Auch zeigte er mir bereitwillig den Kfz-Brief, der wirklich nur einen Vorbesitzer auswies, doch die Rechnung von der Reparatur konnte er mir leider nicht vorlegen…

Der Händler war supernett, eben wie alle, die etwas verkaufen wollen, und er hatte auf alle Fragen eine Antwort. Im Laufe des Gesprächs bekam er aber auch mit wie misstrauisch ich bin. Klar, er wäre ja auch nicht der erste gewesen, der versucht hätte, mich über den Tisch zu ziehen.  Dann meinte er, dass er doch nichts davon hätte, wenn er mir etwas falsches erzählen würde, denn er möchte zufriedene Kunden, die ihn auch weiterempfehlen. Ich erbat mir trotzdem ein bis zwei Tage Bedenkzeit. bevor ich mich entscheide…. aber  hatte mir gleichzeitig auch den Namen und die Adresse der im Kfz-Brief eingetragenen Vorbesitzerin gemerkt… 😉

…und als ich diese am nächsten Tag sogar im örtlichen Telefonbuch fand, rief ich sie einfach an… Frau K. war sehr nett und gab mir bereitwillig Auskunft. Sie hatte tatsächlich einen Auffahrunfall, doch der dabei entstandene Schaden deckte sich nicht mit den Angaben des Autohändlers. Frau K. erzählte mir, dass sich nach dem Unfall nicht einmal mehr die Fahrertür öffnen lies und das Auto bei der Begutachtung durch die Versicherung als Totalschaden eingestuft wurde

Ich bin fast vom Glauben abgefallen und war so wütend, dass ich dem Autohändler am liebsten die Meinung gesagt hätte, doch was hätte es mir gebracht? Außerdem denke ich, dass ich es nicht nötig habe, jemandem klar zumachen, dass ich weder blond noch blöd bin 😉  Solche Leute straft man am besten durch Nichtachtung, also habe ich mich nicht mehr gemeldet.

Obwohl ich eigentlich nicht zu den Leuten gehöre, die alle über einen Kamm scheren, doch leider liegt die Quote meiner negativen Erfahrungen mit privaten Autohändlern bei 100%:

+++++ Das erste Mal: 1996 kaufte ich einen gebrauchten 190-er Mercedes mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe, doch als ich den 5. Gang vermisste, bekam ich zur Antwort: „Na ja, vier Vorwärtsgänge und ein Rückwärtsgang“  

 

+++++ Das zweite Mal: Im Sommer 2002 gaben wir mit Jana den 190-er in Zahlung, um wegen der Hunde einen gebrauchten Kombi (Ford-Mondeo) zu kaufen. Leider habe ich mir vorher nicht die Papiere zeigen lassen, denn er hatte weniger PS als im Angebot angegeben. Der Händler entschuldigte sich lächelnd für diesen „kleinen Schreibfehler“…

 

+++++ Das dritte Mal: Januar 2005 gab ich dann den Mondeo in Zahlung für meine jetzige C-Klasse. Dieses Auto war Liebe auf den ersten Blick, hatte zwei Vorbesitzer und war unfallfrei. Doch um das Auto zu besichtigen, musste ich in eine Lackiererei fahren, und ich war nicht der dritte, sondern der vierte Besitzer..

 

+++++ Das vierte  Mal: …wollte man mich nochmals für blöd verkaufen, doch es hat nicht geklappt

 

Folgerichtig traue ich nun keinem privatem Autohändler mehr, und die logische Konsequenz war, dass ich den neuen Gebrauchten nicht mehr bei irgendwelchen Händlern suchte, sondern direkt bei Mercedes, denn dort gibt es nicht nur die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung, sondern echte Gebrauchtwagen-Garantie.  Doch auch diese Suche war sehr mühsam, denn in Berlin konnte ich in meiner Preiskategorie nichts finden

Fündig wurde ich rein zufällig in Stuttgart, wo eine C-Klasse mein Herz eroberte, und scheinbar bekommt man Gebrauchte dort sogar günstiger als in Berlin…

So werde ich am kommenden Freitag (18.Mai) meinen neuen Gebrauchten abholen, eine etwas über 3 Jahre „alte“ C-Klasse (Kombi) mit nur 36.000 km…. und als so genannter „Junger Stern“ hat dieses Auto sogar eine 2-jährige Gebrauchtwagen-Garatie nebst einem 10-tägigen Umtauschrecht.

Nachdem alle Formalitäten (Kaufvertrag und Überweisung) abgewickelt waren, bekam ich vor drei Tagen schon per DHL-Express den Fahrzeugbrief… und am Dienstag fahre ich mit Momo’s Mann zur Zulassungsstelle, wo wir dann alle Autos um- und anmelden werden…..

…und bevor die Frage kommt, wie ich in Stuttgart ein Auto ungesehen kaufen kann, muss ich sagen, dass es nicht ganz so ist, denn ich habe dort eine Freundin, deren Mann selber bei Mercedes arbeitet und der sich das Auto angesehen hat 😉 So erfuhr ich von ihm, dass es wirklich nichts zu bemängeln gibt und das Auto nebst seiner Ausstattung ein wahres Schnäppchen ist.

Der Link zum Online-Angebot meines Autos auf der Homepage der Stuttgarter Mercedes-Niederlassung ist leider nicht mehr verfügbar, denn nach der Kauf-Bestätigung wurde es gelöscht, doch natürlich hat der Mann meiner Freundin einige Fotos gemacht… Einige davon hier:

(zum Vergrößern anklicken)

                              

 

…und hier noch mein Lieblingsfoto 😉

 

 

Am kommenden Freitag fliege ich also nach Stuttgart, um das Auto abzuholen… hätte zwar auch mit dem ICE fahren können, doch wenn man für den gleichen Preis nach bereits einer guten Stunde in Stuttgart sein kann, fällt die Wahl wohl eher auf den Flieger, gell  😉

So, und nun muss ich nur noch 5 mal schlafen 😉 Allerdings ist bei aller Vorfreude auf den neuen Gebrauchten auch wieder eine ganze Portion Wehmut dabei, denn mein „Felix“ war ein treuer Gefährte, aber da er in der Familie bleibt, sehe ich ihn ja immer noch täglich, und Norbert wird sicher noch viel Freude mit ihm haben.Falls die Baumaßnahmen auf seiner Fahrtrecke wirklich nicht mehr stattfinden, wird er ihn noch genau drei Jahre fahren, denn dann geht er in Pension, und ab dann werden wir ohnehin nur noch ein Auto haben. Doch sollten die Baumaßnahmen noch vorher stattfinden, wird Felix nicht verkauft, sondern nochmals und vorzeitig vorzeitig nachrücken….

 

Wer zuletzt lacht….

Wir haben einen Isdn-Anschluss, und so haben Norbert und ich auch unterschiedliche Rufnummern, ist ja auch ganz praktisch… Doch auch auf Norberts Apparat erscheinen hin und wieder Rufnummern, die wir nicht zuordnen können. So klingelte heute Mittag Norberts Telefon, und im Display stand 01802001534

Nein, ich gehe nie an Norberts Telefon, es sei denn, Norberts Mutter ruft an, während er gerade in der Badewanne sitzt 😉

Aber nach dem Anruf habe ich die Nummer wieder bei Google eingegeben… Es ist eine Hotline von Sky (früher Premiere-Fernsehen), die einem angeblich bessere Verträge aufschwatzen wollen…. und auch die Herkunft einer zweiten Nummer in Norberts Telefonliste fand ich durch die Eingabe bei Google heraus. Die Nummer 06994540311 nervt viele Leute, meldet sich als Marktforschung und wird als unseriös eingestuft.

Während meiner tagelangen Recherchen hatte ich mal einen Tipp gelesen, dass man als Besitzer einer Fritz-Box auch Rufnummern sperren kann.

So kam ich auf eine Idee…. Wir haben zwar keine Fritz-Box, aber eine Isdn-Anlage, in der ich unseren Telefonen die verschiedenen Rufnummern zuordnen kan. Diese kann ich über den Computer programmieren… und als ich heute dieses Konfigurationsmenü aufrief, wurde ich sogar fündig….

Unter dem Menüpunkt „Anruffilter“ konnte ich die unerwünschten Rufnummern eingeben. Zum Testen gab ich dann auch mal meine Mobilfunknummer ein und rief dann mit dem Handy meine Festnetznummer an. Es funktionierte!!! Mein Festnetztelefon klingelte nicht, und ich hatte im Handy die Ansage, dass der Teilnehmer derzeit nicht erreichbar ist. Ruft man vom Festnetz aus an, bekommt man ein Besetztzeichen 

Wow, und diese Sperrliste lässt sich ständig erweitern, denn sobald ich eine neue Rufnummer eingegeben habe, sind darunter wieder zwei leere Felder für weitere Nummern 😉

Zum Vergrößern auf Bild klicken

 

….und nachdem seit der Programmierung des Anruffilters nun einige Stunden vergangen sind, rufe ich gerade noch einmal die Konfiguration der Telefonanlage auf und schaue mir die Anrufliste an…..

Zum Vergrößern anklicken

 

…und siehe da, obwohl die unerwünschten Anrufe nun blockiert sind, werden sie dennoch in der Anrufliste aufgezeichnet, so geschehen heute um 17:46 Uhr….

Nun bin ich natürlich guter Dinge, denn lästige Rufnummern werden bei uns in Zukunft nur noch ein einziges Mal anrufen. Wer zuletzt lacht, lacht eben am besten