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Madbid – Wer gewinnt hier wirklich…???

 

Ein relativ neuer Trend im Internet scheinen die 1-Cent-Auktionen zu sein.

Ich habe es vor einiger Zeit mal bei —> Madbid ausprobiert…

Nach erfolgter Anmeldung und Registrierung kann man so genannte „Bids“ kaufen. Vergleichbar mit den Jetons vom Roulette braucht man sie, um Gebote abzugeben. So kann man z.B. ein Paket mit 420 Bids für 49,99 € erwerben, das heißt: pro Bid 11,9 Cent

Bei jedem Gebot wird der Preis des zu ersteigernden Artikels um einen Cent erhöht, doch da staunte ich schon das erste Mal, denn pro Gebot muss man nicht nur einen Bid einsetzten, sondern je nach Artikel zwischen 6 und 8 Bids…. Bietet man also einen Cent mehr, bezahlt man nur für dieses Gebot bereits zwischen 71 und 95 Cent.

Zudem beginnt jede Auktion mit einer Auktionszeit von 2 Minuten. Das heisst, dass nach Abgabe des Gebots die Zeit rückwärts läuft, doch bietet in dieser Zeit jemand einen Cent mehr, beginnt der Countdown von vorn.

Nach einer Weile wird die Auktionszeit kürzer, irgendwann schrumpft sie auf 10 Sekunden, doch nach welchem Schema dies passiert, konnte ich noch nicht herausfinden. Aufgefallen ist mir nur, dass die Zeitspannen umso größer sind, je hochwertiger der Artikel ist.

Bei einer Auktionszeit von 10 Sekunden überschlagen sich dann die Bieter. Zeigt der Countdown 5 oder weniger Sekunden an, folgt das nächste Gebot… und wieder geht es bei 10 Sekunden los, und so geht das oft über viele Stunden….

Gerade läuft eine Auktion, wo man ein Apple-Bundle (einen iMac, ein iPad, ein iPhone 4S und ein iPod) im Wert von 3200,-Euro ersteigern kann. Der Gebotspreis steht derzeit bei 340,-€, und die Auktionszeit steht bei 10 Sekunden, also läuft die Auktion bereits eine Weile….

Für diese laufende Auktion muss man pro Cent, den man mehr bietet, 7 Bids von seinem Bid-Konto einsetzen, bezahlt also für jedes Gebot ca. 83 Cent. Bei einer Auktionszeit von 10 Sekunden kann man zudem sehen, dass einige Namen von Bietern sich ständig wiederholen und abwechseln. Jeder ist bemüht, dem vorherigen Bieter in letzter Sekunde den Rang abzulaufen….

Nun ist diese Auktion inzwischen mit 343,18 € beendet, also rechnen wir mal:

7 Bids, also ca. 83 Cent, musste man pro Gebot für das Apple-Bundle zahlen. Bei einem Endpreis von 343,18 €  wurden also  34.318 Gebote abgegeben, und multipliziert man 34.318 mit 83 Cent, kommt man auf eine Summe von 28.484,- €…  Somit hat Madbid das Apple-Bundle im Wert von 3.200,- € für 28.484,- € verkauft. Ist das nicht ein netter Gewinn für Madbid ?

Für den Gewinner der Auktion ist es sicher ein Schnäppchen, vorausgesetzt, er hat nur wenige Gebote abgegeben, doch bezahlt haben letztendlich alle Bieter, die leer ausgegangen sind 🙁

Auch mit meinen Bids für 49,99 € habe ich keine Auktion gewinnen können, obwohl ich in einem Aktionsangebot dafür die doppelte Anzahl von Bids bekam….

Natürlich habe ich mich geärgert, als ich meine 49 Euro verzockt hatte, doch vielleicht war es nicht umsonst, wenn ich mit diesem Beitrag einige vor solchen 1-Cent-Auktionen warnen kann. Im Internet gibt es einige Seiten, wo Gewinner von Auktionen Werbung für diese 1-Cent-Auktionen machen. Doch 1-Cent-Auktionen erinnern mich irgendwie an Roulette, wo es auch nur selten Gewinner gibt, weil ohnehin immer nur die Bank gewinnt, und die Bank ist in diesem Fall Madbid …

Ich bin ja nun schon ein Fuchs in Sachen Internet… und dennoch kostete mich diese Erfahrung knappe 50 Euro….  Es tat zwar weh, doch für schlechte Erfahrungen muss man meistens auch Lehrgeld bezahlen. Allerdings gibt es sicherlich Leute, welche nicht so schnell erkennen, dass man bei einer 1-Cent-Auktion kaum eine Gewinnchance hat, denn die Chance zu gewinnen ist eigentlich nicht viel größer, als wenn man beim Roulette auf eine Zahl setzt….

…und so hoffe ich, dass einige aufgrund meines Erfahrungsberichtes ihr Geld nicht noch denen in den Rachen schmeißen, deren Brieftasche ohnehin schon aus den Nähten platzt….

Fazit: Es ist schon erstaunlich, welche neuen Geschäftsideen durch das Internet entstehen. Gut präsentiert machen sie nicht nur neugierig, sondern sind zudem auch sehr verlockend…. und obwohl ich bisher immer schon sehr misstrauisch war, bin ich nun um eine weitere Erfahrung reicher…

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Nachdem mich Madbid im Sommer 2016 aufgrund dieses Beitrags massiv wegen Geschäftsschädigung kontaktierte, füge ich im Oktober 2016 folgendes an:

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Meine geschilderten Erfahrungen mit Madbid stammen aus dem November 2012!

Die Geschäftsbedingungen und AGB’s haben sich seitdem offensichtlich geändert.

Somit kann ich jedem nur empfehlen, sich vor dem Bieten genauestens zu informieren, zumal sich laut Impressum der Geschäftssitz von Maedbid

nicht in Deutschland befindet —> http://de.madbid.com/page/impressum/

Jeder muss für sich selber entscheiden, wo und wie er sein Geld ausgibt und ob er sich auf diese Art Glücksspiel einlässt.

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Wie schon gesagt, beruht mein Beitrag aus Erfahrungen im Jahr 2012 und ist lediglich meine ganz persönliche Meinung, woraus weder Haftung noch Garantien entstehen!

 
 
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