Hundephysiotherapie

Nach einigen Tagen des Schweigens….

…wieder ein paar Zeilen von mir…

Norberts Mutter scheint sich relativ gut im Pflegeheim einzuleben. Positiv ist ja, dass es ihr eigener Wunsch war… Zwar ist es seit den stressigen Tagen und dem kurzfristigen Einzug ins Pflegeheim etwas ruhiger geworden, doch der Stress ist darum noch lange nicht vorbei. Fast jeden Abend tippe ich Schreiben, weil vieles umgemeldet oder gekündigt werden muss. So steht uns ja auch noch die Wohnungsauflösung bevor. Diese müssen wir bis zum 31. Dezember hinter uns gebracht haben. Noch klingt dies, als hätten wir sehr viel Zeit dafür, aber meistens vergeht bei solchen Dingen die Zeit schneller als gedacht. Vor allem müssen wir noch klären, welchen Verpflichtungen wir unterliegen, denn Norberts Mutter wohnte fast 61 Jahre in dieser Wohnung, hatte also einen uralten Mietvertrag…

Aber es gibt auch „Nachrichten“, die mich im positiven Sinne unruhig machen 😉 So rief ich gestern bei Jill’s Züchter Uwe an, um wieder mal nachzufragen, wie es Daisi geht. Uwe war unterwegs, darum hatte ich seinen Freund Andi am Telefon. Doch durch ihn erfuhr ich, dass Daisi mit jedem Tag runder wird… 🙂 Na ja, immerhin sind seit dem Deckakt inzwischen 6 Wochen vergangen, also sind es nun genau 3 Wochen, bis die Welpen geboren werden.

Heute Mittag kam nach einigen Wochen wieder einmal Nicole – Jill’s Physiotherapeutin – auf einen Kaffee vorbei… Ich zeigte ihr, wie ich meine Homepage bearbeitet habe, und dann sahen wir uns auch die letzten Videos von Jill an…. Es sind so schöne Erinnerungen, doch sie schmerzen auch sehr… Nicole hatte ihren Jack Russel „Mogli“ dabei, der durch einen Unfall eine Behinderung hat. Mogli kennt mich ja inzwischen schon, doch als ich heute dann noch Leckerlis zur Hand hatte, wich mir Mogli nicht mehr von der Seite.. 🙂

 

 

Abschied….?

Meine Gedanken fahren Achterbahn….

Gestern waren wir nochmals beim Tierarzt, weil Jill immer noch nicht frisst. Sie bekam nochmals eine Infusion und einen Vitamin-Cocktail gespritzt. Da ihr Bauch angespannt und verhärtet war, bekam ich nochmals ein Klistier (Einlauf) mit, den ich ihr dann zu hause verabreichte. Doch obwohl sich Jill’s Darm daraufhin auch gut entleerte und ich hoffte, sie wurde nicht munterer, sondern immer apathischer. Sie lief nicht mehr munter im Garten in ihre Gassi-Ecke, sondern lief langsam, und ich hatte immer mehr das Gefühl, dass ihr jeder Schritt schwer fällt…

Meine Sorgen wurden dadurch natürlich nicht  weniger,,,,,

Heute besuchte uns am späten Vormittag wieder Hundephysiotherapeutin Nicole, und sie war echt erschrocken, als sie sah, wie dünn Jill geworden ist. Nicole hatte ihren Hund Mogli (ein Jack Russel) dabei, doch auch ihre Versuche, Jill nochmals per Futterneid zum Fressen zu bewegen, schlugen fehl. Jill nahm nicht einmal mehr die leckeren Entenfilet-Streifen, für die sie sonst ganz aufgeregt Pfötchen hob. Auch für Mogli interessierte sie sich kaum noch und legte sich unter den Küchentisch.

Da war sogar Nicole ratlos…

…aber sie riet mir auch, auf jeden Fall Jill heute noch einmal beim Tierarzt vorzustellen, denn Jill’s Bauch erschien ihr aufgebläht, und sie empfahl, dass nochmals ein Ultraschall gemacht wird.

So rief ich beim Tierarzt an, doch musste leider erfahren, dass der Doktor mittwochs nicht da ist und die Ärztin erst im September einen Lehrgang für Ultraschal-Diagnostik macht. Sie empfahl mir in die Tierklinik zu fahren, was wir dann auch taten.

Wir haben von unserem Wohnsitz aus zwei Möglichkeiten: die Tierklinik der FU Berlin oder die Tierklinik in Potsdam. Wir entschieden uns für Potsdam, zumal diese Klinik einen sehr guten Ruf hat.

Nachdem wir einer sehr netten Tierärztin Jill’s Krankheitsverlauf geschildert hatten, rief ich mit meinem Handy in unserer hiesigen Tierarztpraxis an und übergab der Ärztin das Telefon, damit sie noch notwendige Details abfragen konnte. Danach untersuchte sie Jill sehr gründlich, doch bemerkte auch sofort, in welch bedrohlichem Zustand sich Jill befindet. Jill’s Temperatur war leicht erhöht, ihr Zahnfleisch zu hell (was rosa sein müsste), und beim Abtasten stellte die Ärztin fest, dass mehrere Lymphknoten vergrößert sind… und dann musste ich unterschreiben, dass Jill über Nacht in der Klinik bleibt, weil man Blutuntersuchungen machen will, sie dann aber auch über Nacht an eine Venentropf anschließen würde.

Gegen 20 Uhr sollte ich anrufen und nachfragen… doch schon vorher klingelte mein Telefon, denn das Ergebnis des Blutbilds ist alles andere als beruhigend… Die Leukozyten sind extrem hoch und die Leberwerte sehr schlecht. Nach dem Telefonat kullerten bei mir die Tränen…

…..und gegen 22 Uhr sollte ich dann nochmals anrufen, wenn noch der Ultraschall gemacht wurde… aber auch dieses Telefonat brachte keine Erleichterung…

…und wie in Trance hörte ich mir an, was man festgestellt hat…. Immer wieder hörte ich Begriffe wie bösartig, Lymphom und Leukämie…

Morgen Vormittag soll ich wieder anrufen…

Eigentlich habe ich im Moment nur einen Wunsch: Jill soll nicht leiden.  Doch allein, wenn ich daran denke, kullern schon wieder die Tränen….

Ich weiß inzwischen, dass der Abschied naht, doch nie hätte ich gedacht, wie schwer es mir fallen wird….

Gute zwei Wochen habe ich nun imWohnzimmer auf der Couch geschlafen, damit sich Jill nicht die Treppen  hoch quälen muss. Mühsam erledigte ich in dieser Zeit meine Aufgaben als Webmaster mit dem kleinen Laptop,…..

.. und gern würde ich dies fortsetzen, wenn ich damit unsere gemeinsame Zeit verlängern könnte..

….doch nun sitze ich heute Abend seit langer Zeit wieder  mal im 2. OG, doch das Hundebett neben meinem Schreibtisch ist leer…

Was mich morgen erwartet, weiß ich noch nicht, doch ich habe Jill immer versprochen, dass ich bei ihr sein werde, wenn sie einmal geht….. Auch, wen es unheimlich schwer sein wird, doch bis zum letzten Moment soll sie spüren, dass ich bei ihr bin und wie lieb ich sie habe. Jill hat mir über  9 Jahre ihre bedingungslose Treue gezeigt….

…und obwohl sie derzeit noch in der Klinik ist, wo sie gut versorgt wird, kommen mir dennoch ständig die Tränen…..

 

Rückschau und Gegenwart….

Seit Dezember 2008 wohnt ja meine Mum in Berlin, und gestern feierten wir gemeinsam ihren 83. Geburtstag. Somit war es bereits ihr 3. Geburtstag, den wir gemeinsam und in Familie in Berlin feiern konnten… Ich finde es einfach schön, dass sie nun fast nur um die Ecke wohnt, denn mit dem Auto bin ich in 5 bis 10 Minuten bei meiner Mum……

Zum Geburtstagskaffee nahm ich gestern meinen Laptop mit, und so konnte auch Olav von Mexiko aus meiner Mum per Skype gratulieren 🙂

…und heute ist ein weiterer Jahrestag…

…doch an diesen erinnere ich mich eigentlich nur ungern….

Heute vor einem Jahr wurde Jill aufgrund eines Bandscheibenvorfalls notoperiert….

Ich mag gar nicht daran denken, wie dieser Tag verlief, denn ich habe nicht vergessen, wie groß meine Sorge und Angst um Jill war.

…..und als ich Jill nach einer Woche aus der Tierklinik nach hause holte, war sie ein Pflegefall: die Hinterpfoten waren gelähmt, zudem war sie inkontinent…. Unser ganzer Tagesablauf wurde in der kommenden Zeit auf Jill abgestimmt…. So konnte ich erst einkaufen fahren, wenn Norbert von der Arbeit wieder  zu hause war , denn allein lassen wollte und konnte ich sie anfangs nicht…

Aber schon bald schöpften wir  wieder Hoffnung, denn Dank der Hundephysiotherapie von Nicole machte Jill Fortschritte, mit denen wir kaum noch gerechnet hatten. Doch wer die Geschichte noch nicht kennt, kann sie hier nachlesen.

Wie gesagt, ist seitdem auf den Tag genau ein Jahr vergangen….

…und als ich heute vom Einkaufen kam und Norbert sagte, dass einjähriger Jahrestag von Jill’s OP ist, meinte er: „Kaum zu glauben, wenn man sieht, wie sie gerade zum Gartentor flitzte, als sie dein Auto kommen hörte….“

Als sich heute auch Hundephysiotherapeutin Nicole telefonisch bei mir meldete, machte ich sie ebenfalls auf diesen Jahrestag von Jill’s OP  aufmerksam… doch auch Nicole war gar nicht  bewusst, dass es wirklich schon ein Jahr her ist….  Als wir telefonierten, staunte Nicole sogar  selber über diesen tollen Behandlungserfolg,….

…doch Jill schläft und frisst, als ob nie etwas gewesen wäre….. 🙂

„Foto-Shooting“

Jill bekommt ja schon seit längerer Zeit keine Physiotherapie mehr… Dennoch besucht uns Hundephysiotherapeutin Nicole jeden Montag Vormittag, da sie in unserer Nähe Patienten hat. So plauschen wir immer ein Weilchen bei einem Kaffee 🙂 Wir haben ohnehin ständig Kontakt, zumal wir auch gemeinsam an den HP’s von Nicole basteln…

Nun hatten wir für eine Webseite eine gute Idee für das Outfit, und ich erstellte mit einem Foto von Nicole’s Hund Mogli ein Titelbild….

Wie man sieht, habe ich auch Jill eingefügt, doch wir wollten nun  auch von Jill ein Foto mit einem Buch haben…. 😉 Also planten wir heute während Nicole’s Besuch ein Fotoshooting mit Jill

Es war unheimlich lustig, denn Jill hob immer wieder Pfötchen, um die Leckerlis von Nicole zu bekommen, und genau das hat sie ihr ja auch während der Physiotherapie beigebracht 😉 …und genau mit diesen Leckerlis entstanden die Posen vor dem Buch…*grins*

Hier einige „Kostproben“ (die man durch Anklicken wieder größer sehen kann)

Ein Bild aus dieser Serie werde ich nun bearbeiten und in den Kopfbereich der Webseite einfügen… 🙂

Nanu….?

Ja, ich habe wieder etwas gebastelt…*zwinker*

Nachdem ich für Nicole (Hundephysiotherapeutin) das Outfit für zwei neue Webseiten erstellt habe, hatte ich Lust, auch hier wieder mal etwas Neues zu machen.

Wenn ich derzeit aus dem Fenster schaue, bekomme ich fast schlechte Laune. In Berlin müssen wir zwar noch nicht mit dem Schneeschieber die Wege freihalten, aber allein die Kälte finde ich schon grausig. Wie sehr beneide ich da jetzt meinen Sohnemann im warmen Mexiko… 😉 Morgen hat Olav Geburtstag. Mal sehen, ob ich ihn über Skype erreiche, damit ich ihm gratulieren kann.

Olav mit seiner Violetta – fast jedes Mal, wenn wir skypen, mache ich einen Screenshot….*grins*