Jill

Die Hundeflüsterin

 

Vielleicht haben einige Tierfreunde (vor allem Hundebesitzer) vor einigen Wochen die fünf Folgen der ZDF-Dokumentation „Die Hundeflüsterin“ gesehen…

Da ich mehr am Computer als vor dem Fernseher sitze, hätte ich diese Reportage fast verpasst… doch wenige Tage vor Ausstrahlung der ersten Folge las ich in unserer Berliner Tagespresse folgenden —> Artikel

Nach dem Lesen dieses Artikels wurde ich natürlich erst richtig neugierig 😉  …und konnte die erste Folge dieser Reportage kaum abwarten. Am darauffolgenden Sonntag nach dem ZDF-Fernsehgarten saß ich dann ganz gespannt vor dem Fernseher…

 

…und schon nach kurzer Zeit habe ich mich gefragt, warum die Schreiberlinge der Berliner Presse die Methoden von Maja Nowak als Tierquälerei ansehen. Sie hat lediglich den Leithund Wanja ihres früheren Hunderudels beobachtet und sich die Kommunikation angeeignet. Dazu braucht man eben kaum die menschliche Sprache, sondern eindeutige Gesten. Klar, dass ich alle 5 Folgen gesehen habe, nachdem ich bereits nach der ersten ganz begeistert war.

 

In einigen Episoden habe ich auch unseren Kobold Mai Lee wiedererkannt 😉 ….und nach den zweiten Folge der Dokumentation versuchte ich per Mail über die Homepage von Maja Nowak  Kontakt aufzunehmen, doch leider bekam ich keine Antwort 🙁 Aber mir war auch klar, das Maja Nowaks Dog-Institut seit der Fernseh-Dokumentaion von Anfragen überschüttet wurde, denn auf ihrer Homepage sind  mit allen Trainern nur noch sehr langfristige Termine möglich

 

Nun habe ich kürzlich einen weiteren Versuch unternommen und eine Mitarbeiterin von Maja Nowak persönlich per Mail kontaktiert. Zu meiner großen Freude bekam ich auch eine Antwort, und am 11. Oktober wird sie zu einem ersten Training zu uns kommen. Ich kann es kaum abwarten, denn habe mir zwar aus der Ferseh-Dokumentation einiges von Maja „abgeguckt“ und  bereits auch Mini-Erfolge, doch verspreche mir noch mehr davon, wenn ich Anleitung bekomme.

 

Es wird auch höchste Zeit , denn Mei Lee wird Anfang November 2 Jahre…  Meine verstorbene Hündin Jill hatte ich Anfang Juli 2002 vom Züchter geholt, da war das Wetter schön, und ich konnte sie draußen mit allem „bekannt machen“ und gut sozialisieren. Mei Lee holte ich Ende Dezember im tiefsten Winter als es bitterkalt war…  Raus ging es also nur zum Gassi machen, und die notwendige Sozialisierung war  kaum möglich. Somit begann der Teufelskreis… doch nach der TV-Doku und dem Termin am 11. Oktober bin ich guter Hoffnung….

 

 

 

Wir meckern ja eigentlich immer, wenn es…

 

 

….um das Wetter geht….

 

Entweder ist es zu kalt, zu nass oder zu warm smilie311

 

Letzteres ist derzeit der Fall, denn die hochsommerlichen Temperaturen lassen uns momentan richtig stöhnen…

 

Darum wollte ich mich heute auch nicht „überanstrengen“ und habe einfach mal einen faulen Tag eingelegt. Zudem ist unsere Terrasse vor der Küche auch so urgemütlich, dass man auf der Bank fast den ganzen Tag verbringen kann:

 

+++ alle Bilder zum Vergrößern anklicken +++

 

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….und wenn ich dann reichlich SUDOKU vor mir habe, kann ich fast die Zeit vergessen….

 

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Doch so ganz tatenlos konnte ich dann trotzdem nicht sein, denn das warme Wetter eignet sich ja sehr gut zum Wäsche waschen…  und als ich die zweite Waschmaschinenfüllung auf der Wäschespinne im Garten anklammerte, waren die ersten Sachen bereits trocken 🙂

 

 

Aber was auch  jeden Tag sein muss, ist das Blumengießen, und nicht nur diese…

 

 

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….und so macht es sich unser Hundchen Mei Lee abends bequem, wenn es immer noch warm ist:

 

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Zwar habe ich den Tag heute so verbracht, dass ich mich bei der Hitze nicht übernommen habe, doch es war auch ein Jahrestag, der viele Erinnerungen wach werden lässt…. Norberts Enkel ist heute 3 Jahre geworden, aber genau heute vor zwei Jahren hatten wir am ersten Geburtstag  von Norberts Enkel auch Tränen in den Augen, weil nur wenige Stunden vor der Geburtstagsfeier unsere Hündin Jill von ihrem Leiden erlöst wurde….

 

 

Heute vor einem Jahr….

….waren wir sehr traurig. Es war der Tag, an dem wir uns von Jill verabschiedet haben, sie in meinen Armen einschlief und über die Regenbogenbrücke ging. Obwohl uns nun Mei Lee auf Trab hält, denke ich trotzdem noch sehr oft an Jill. Vielleicht auch, weil ich immer wieder vergleiche und dabei jedes Mal mit Erstaunen feststelle, wie unterschiedlich Hunde der gleichen Rasse doch sein können.  Jill war ja fast schon pflegeleicht, doch Mei Lee ist inzwischen zwar schon etwas „vernünftiger“ geworden, doch immer noch ein Kobold durch und durch.

Aber auch bei uns Menschen ist das ja nicht anders. Da gibt es ruhige und pflegeleichte Kinder, aber wiederum auch andere, die ihre Eltern jeden Tag aufs neue herausfordern. Wenn ich jetzt meine Mum fragen würde, ob ich eine Jill oder eine Mei Lee war, dann würde sie sicher schmunzeln. Ich weiß nur zu gut, dass meine Schwester viel einfacher zu händeln war und ich eher eine Mei Lee war….*schmunzel*

Nachdem wir heute vor einem Jahr ohne Jill von der Potsdamer Tierklinik wieder nach hause kamen, heulte ich nur noch. In der Küche lag noch Jill’s Decke, ebenso hier oben neben meinem Computer und auch im Schlafzimmer…

….und genau am gleichen Tag waren wir nachmittags zum ersten Geburtstag von Norberts Enkel eingeladen. Das war Gefühlschaos pur…

…doch heute – am zweiten Geburtstag von Norberts Enkel – fuhr Norbert allein zur Geburtstagsfeier. Mittlerweile kann ich Mei Lee zwar schon allein lassen, doch versuche immer, dass es nicht länger als ein bis zwei Stunden sind. Bisher klappt das ganz gut, doch mit dem Blick auf die Uhr zu einer Feier fahren wollten wir nicht. Aber mitnehmen hätten wir Mei Lee ohnehin nicht können, denn im Haushalt von Norberts Sohn und seinem Enkel leben zwei Katzen…. 😉

 

Nun ist endlich alles dicht…

….und das im wahrsten Sinne des Wortes…. Schaut man von der Straße auf unser Haus, sieht man nur eins, aber es sind drei ineinander „verschachtelte“ Häuser. Somit haben wir vorne die Grundstücksgrenze zum einen und hinten die zum anderen Nachbarn Bis vor kurzem sah es an der vorderen Grundstücksgrenze noch so aus:

(alle Bilder erscheinen durch Anklicken größer im neuen Fenster)

 

 

Für Jill war dieser 50 cm hohe und weiche Maschendraht immer die Grenze, doch Mei Lee  hat dieser „Zaun“ nur wenig oder gar nicht beeindruckt…*grins*…. und so büchste sie in der letzten Zeit mehrmals nicht nur zu den vorderen Grundstücksnachbarn aus, sondern trotz vieler Hürden auch zu dem hinteren Grundstück. Dumm nur, dass beide Nachbarn ein gemeinsames Gartentor zur Straße haben, das aber leider meistens offen steht…. und auch nachdem ich die Mieterin des vorderen Grundstücks auf unsere Sorge aufmerksam machte, musste ich leider feststellen, dass nicht nur ihre Kinder, sondern auch sie das Gartentor beim Verlassen des Grundstücks offen ließen… Also mussten wir uns etwas einfallen lassen und machten gleich Nägel mit Köpfen. So wurden vorletzte Woche an beiden Grundstücksgrenzen Maschendrahtzäune gesetzt…. Zuerst wurden die Pfähle einbetoniert, zwei Tage später der Maschendraht angebracht. Danach setzten wir noch die Beet-Rolis aus Holz. Diese erfüllen mehrere Aufgaben gleichzeitig. Zum einen lassen sie die Unebenheiten des Bodens zum Maschendrahtzaun unsichtbar werden, zum anderen kann Mei Lee nicht auf dumme Gedanken kommen und Löcher unter dem Zaun buddeln…*grins*   Hier nun einige Fotos:

 

Unser Weg vom Gartentor zum Haus

und in umgekehrter Blickrichtung…

Schade allerdings, dass wir von der Küchenterrasse nicht nur auf einen hässlichen Schuppen schauen, sondern unsere Nachbarn daneben auch noch ihren Müll lagern… So hatte ich im März in mühsamer Arbeit für unsere Nachbarin die Eiben-Hecke beschnitten und das Schnittgut vorerst hinter dem Schuppen abgelegt, welches sie dann mal entsorgen wollte. Doch inzwischen ist es ein unansehnlicher brauner Haufen, und auf meine neuerliche Anfrage bekam ich zur Antwort, dass sie doch gar nicht die Absicht hat, diesen zu entsorgen. Na ja, vielleicht ist das der Unterschied zwischen Mietern und Eigentümern…. aber auch das andere Haus ist derzeit vermietet, doch da sieht es ganz anders aus. Nachdem dort seit einem Jahr neue Mieter wohnen, wird der Garten mit jedem Tag schöner 🙂  …und hier ein Blick durch den hinteren neuen Gartenzaun:

 

 

„Für“ den Hund… ;-)

Ich hatte ja schon mehrmals geschrieben, dass Mei Lee im Gegensatz zu Jill ein richtiger kleiner Kobold ist…

Wenn sie durch den Garten flitzt, dann nicht nur über den Rasen, sondern auch querbeet, und das wirklich im wahrsten Sinne des Wortes 😉 So rennt sie von der Wohnzimmerterrasse oder umgekehrt oft nicht über die zwei Stufen in den Garten oder zurück, sondern nimmt die „Abkürzung“ durch die Anpflanzungen der angrenzende Pflanzenrabatte 

 

 

Obwohl wir ihr immer wieder durch ein deutliches „NEIN“ zu verstehen geben, was sie nicht darf, es zeigt kaum Wirkung, und manchmal scheint es sie zu noch mehr Unfug zu animieren…

Also  überlegten wir….

…und wer mich kennt, kann sich denken, dass mir (fast) immer etwas einfällt 

So war ich heute im Baumarkt, holte dort ein paar Rankgitter und Bambusstangen, und alles andere kann man auf den nachfolgenden Fotos sehen, die man wie immer durch Anklicken im neuen Fenster auch wieder größer sehen kann:

VORHER

Die vielen weißen Blätter stammen übrigens von unserer derzeit blühenden weißen Sternmagnolie, die unterhalb der Terrasse steht…

So, und nun  die Nachher – Fotos:

NACHHER

 

Na ja , nun sieht unsere Wohnzimmer-Terrasse ja erst einmal wie ein Kinder-Laufstall aus 😉

…aber einen ersten AHA-Effekt hatten wir bereits: Während Me Lee es auf der Terrasse scheinbar kaum störte, dass sie nicht einfach querbeet in den Garten flitzen konnte, so „wunderte“ sie sich doch sehr, als sie aus dem Garten wieder die „Abkürzung“ durch das Beet nehmen wollte,  plötzlich vor dem Gitter stand und nicht mehr auf die Terrasse kam 

 

 

So hoffen wir, dass sich die Mühe gelohnt hat. Doch irgendwann wir ja unser Hundchen vielleicht auch „vernünftiger“ und hört etwas besser….