Windows7

Interessant…

Da  ja nun ab kommenden Dienstag mein neuer Vertrag mit dem iPhone beginnt, habe ich überlegt, was ich dann mit meinem bisherigen Samsung-Handy (SGH U 600) mache. Ich habe schon meine Schwester gefragt, ob sie es haben möchte, doch sie möchte sich nur ungern von ihrem bisherigen Handy trennen, welches sie seit Jahren liebt und auch einmal von mir bekommen hat 😉

So überlegte ich, ob ich mein Handy bei Ebay anbiete. Doch vor einigen Tagen wurde mir plötzlich ganz schlecht, als ich bei RTL Punkt12 einen Beitrag sah, wieviel Daten man aus gebrauchten Handys noch auslesen kann. Da kaufte man in einem Elektronik-Shop ein gebrauchtes Handy, doch konnte mittels eines Programms nicht nur den Vorbesitzer ausmachen, sondern klingelte auch an seiner Haustür und präsentierte ihm die letzten 200 SMS, ausgedruckt  auf einer ellenlangen Tapetenrolle. Der schaute natürlich nicht schlecht und wunderte sich anfangs, was man alles über ihn weiß….

Obwohl ich bestimmt nicht zu den Leuten gehöre, die naiv und unwissend sind, doch dieser Beitrag lies mich dennoch aufhorchen. So habe ich heute auf unserem kleinen Netbook (unter Windows7) die Software „Samsung PC-Studio“ installiert, denn Samsung bietet leider keine Software an, die auf einem Mac läuft…Nun kann ich mein über 2 Jahre „altes“ Samsung-Handy mit dem USB-Kabel am Netbook  anschließen und  nicht nur alle Telefonbuch-Einträge und Dateien sicher  löschen, sondern das Handy auch auf die Werkeinstellungen zurücksetzen… und geanu das werde ich am kommenden Dienstag dann auch tun….

Aber irgendwie doch der Hammer, an was man alles denken muss, wenn man ein gebrauchtes Handy weggeben oder verkaufen will…..

Microsoft oder Micro-Schrott ?

Am 14. und 15. Januar erzählte ich, wie wir für meine Schwester einen neuen Computer kauften und eingerichtet  haben…

Unter anderem war darauf das Büroprogramm Microsoft Office vorinstalliert. Als man es das erste Mal anklickte, wurde man gefragt, ob man die kostenpflichtige Vollversion erwerben (ca. 500 Euro) oder die kostenlose Lite-Version nutzen möchte. Bei der Lite-Version hat man nur Word und Exel zur Verfügung und muss ein paar Werbeeinblendungen ertragen. Nora emfand die Lite-Version für ihre Ansprüche als vollkommen ausreichend.

Doch nun rief sie mich schon mehrmals an und beklagte sich, dass sie aus Word und Exel nichts ausdrucken kann. Es kommt dann immer die Meldung, dass der Drucker nicht verfügbar ist…

Als wir gestern Vormittag wieder telefonierten äußerte sie nochmals ihren Unmut, dass es mit dem Drucken bei Word und Exel nach wie vor  nicht klappt….

So kam ich auf die Idee, mit ihr mal etwas testen. Nora sollte eine pdf-Datei öffnen und ausdrucken, und siehe da, er druckte…. Dann sollte sie in den Drucker ein Dokument zum Scannen einlegen (es ist ein Multifunktionsgerät, womit man drucken, scannen, kopieren und faxen kann)… Das Gerät scannte problemlos und druckte das Ergebnis ebenfalls aus….. Danach versuchten wir es noch einmal mit einem Dokument in  Word, doch wieder kam die Meldung, dass zum Drucker keine Verbindung hergestellt werden kann. Also lag es nicht am Drucker….und ich vermutete langsam, dass es an der Lite-Version von Microsoft-Office lag…

Doch für dieses Problem hatte ich keine Lösung

Darum machte ich meiner Schwester den Vorschlag, open office zu installieren. Diese Bürosoftware ist ein opensource-Projekt. Solche Software unterliegt keinen Lizenzbedingungen, wird ständig weiter entwickelt und ist zudem kostenlos. Erstaunlich auch, das solche open-source-Projekte den kostenpflichtigen Programmen durchaus das Wasser reichen können.

Ich sagte also Nora den Link, wo sie open office downloaden kann, und dann installierte sie das Programm nach meinen Anweisungen während unserer „Telefonkonferenz“ … 😉

Hinterher öffnete sie ihre Textdokumente und Tabellen mit open office, und dann wurde es spannend… Nun sollte Nora probieren, ob es mit dem Drucken klappt. Am Telefon hörte ich schon im Hintergrund, wie der Drucker sofort reagierte, doch dann übertönte mein Schwesterlein dieses Geräusch mit einem Jubelschrei

Fazit: Nora kann jetzt nicht nur Textdokumente und Tabellen erstellen (und auch drucken), sondern hat ein komplettes Office-Programm.

Nora war einfach nur noch glücklich, und ich freute mich natürlich ebenso, dass wir damit das Problem gelöst hatten. Aber gleichzeitig war ich auch wütend. Sollte man mit der Lite-Version von Microsoft-Office nur „angefüttert“ werden? In meinen Augen ist das – gelinde ausgedrückt –  ziemlich hinterlistig…..

Inzwischen ist mein Ärger wieder etwas verflogen, doch das liegt sicher auch daran, weil sich Nora so unendlich freute… und ein paar Stunden später bekam ich von ihr diese Grußkarte:

Freude pur :-)

Durch den Versand per Overnight-Express kam der Computer heute Vormittag bei meiner Schweester an. Mittags machte ich mich dann auf den Weg, um ihr beim Anschließen und Einrichten zu helfen…. Monitor, Drucker, Lautsprecher, Tastatur usw. angeschlossen, und dann kam der spannende Moment, als wir ihn zum ersten Mal gestartet haben.

Da ich ja vor gut 3 Jahren Microsoft den Rücken gekehrt habe und seitdem an einem Mac arbeite, war ich gespannt, was mich mit Windows 7 erwartet. Aber trotz meiner Skepsis war ich positiv überrascht. Windows 7 hat gleich alle angeschlossenen Geräte erkannt und die Treiber dazu installiert. Das ist wirklich ein großer Fortschritt gegenüber Win XP, welches auf Noras altem PC war, denn da musste man für jedes Gerät die Treiber manuell installieren…

Alles klappte reibungslos und machte richtig Spaß. Nur eins fand ich nervig: dass man immer wieder Sicherheitsabfragen beantworten muss, sobald man etwas installiert oder Systemeinstellungen verändert. Damit nervt Microsoft also immer noch…

Gefreut haben wir uns über eine Lite-Version von Microsoft-Office, die man nach einer bestimmten Frist nicht erst noch kaufen muss. Mit dieser kann man Word und Exel nutzen und muss lediglich etwas Werbung in Kauf nehmen, die ich jedoch nicht als störend empfinde.

Skype habe ich für Nora auch wieder installiert, und kaum war es in Betrieb, sahen wir Olav online 🙂 Also haben wir natürlich auch eine Weile mit ihm gequatscht. Bei uns war es Nachmittag, und in Mexiko frühstückte mein Sohnemann gerade 😉

Alles in allem war es ein richtig gemütlicher Nachmittag, und der neue Computer meiner Schwester hat uns keinen Stress, sondern wirklich nur Freude bereitet. Als ich mich dann von Nora verabschiedete, um wieder nach hause zu fahren, strahlte mein Schwesterlein vor Freude über das ganze Gesicht…. und ich war heilfroh, dass Noras Mundwinkel durch die Ohren nicht auf dem Hinterkopf  landeten